Stichwort: Blaufränkisch

Uwe Schiefer – Crowdfunding Projekt Eisenberg

2011 habe ich meinen ersten Wein von Uwe Schiefer getrunken. Einen Blaufränkisch, in Nürnberg. Seitdem haben mich seine Weine nicht mehr losgelassen, habe ich mich quer durch sein Sortiment und Jahrgänge gekostet und auch immer zahlreiche Flaschen von ihm bei mir zuhause. Keinen seiner feiner Weine möchte ich mehr missen. Sie gehören längst zu meinem privaten Inventar.

Jetzt braucht Uwe Schiefer Hilfe. Weil er den Eisenberg als Kultur- und Kultlandschaft wiederbeleben will. Das kostet Geld. Und zwar richtig. Aus diesem Grund weise ich an dieser Stelle auf dieses ehrgeizige Projekt hin und alle die Uwe Schiefers Weine kennen und schätzen gelernt haben, sollten dieses Vorhaben aktiv unterstützen. Wie Sie das können, was Sie davon haben, was Sie bekommen und was sonst noch alles zu wissen ist, erfahren Sie unter dieser Adresse: https://1000×1000.at/weinbau.schiefer

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26. September 2016 | 0 Kommentare ...alles

Lange Ohn 2012 Blaufränkisch

Blaufränkisch, der das Leben liebt

Kühl, frisch und fein, sowie ein Trinkfluss, wo man schon sehr viel Selbstbeherrschung braucht um die Flasche nicht auf einen Satz zu leeren.

Winzer/Weingut: Weingut Harrer, Neusiedl am See, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von der Lage Lange Ohn mit kalkhaltigen Böden.

Lange Ohn Allgemeines: Back to Burgenland. Und zwar zu einer der wohl unbekanntesten Lagen rund um den Neusiedlersee, der Lange Ohn. Die Lage mit dem ungewöhnlichen Namen liegt hinter Jois und zieht sich ewig lang den Hügel hinauf, deshalb auch der Name Lange. Das Ohn dürfte sich von Atem ableiten, weil man diesen braucht um auf ihren “Gipfel” zu gelangen. Peter Harrer nennt sie seine “Herzenslage” und baut darauf Welschriesling, Pinot Noir und Blaufränkisch an. Und sein Blaufränkisch Lange Ohn 2012 steht heute hier am Tisch der Wahrheit. Peter Harrer bewirtschaftet seine Weingärten biodynamisch und ist seit 2012 Demeter zertifiziert. Sein Blaufränkisch Lange Ohn wurde spontanvergoren, im Barrique-Fass ausgebaut und ohne sonstige Eingriffe sich selbst überlassen und nur minimal geschwefelt. Ich stelle den Lange Ohn jetzt erst einmal für eine Stunde im Dekanter auf die Seite und schaue dann, wie sich der Tropfen von den kargen Böden Peter Harrers “Herzenslage” präsentieren wird.

24. April 2016 | 0 Kommentare ...alles

Blaufränkisch Leithaberg DAC 2012

Purer Übermut im Mund

Viel Frucht, sehr viel Boden, ganz viel Leben und eine Leichtigkeit im Sein, die äusserst rar geworden ist.

Winzer/Weingut: Lichtenberger & Gonzalez, Breitenbrunn, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von Kalk- und Schieferböden rund um Breitenbrunn.

L&G Leithaberg DAC rot 2012 Flasche/Etikett: Völlig ausserhalb jeglicher Norm präsentiert sich die wohl ungewöhnlichste Flaschenbeklebung die ich bis jetzt gesehen habe. Drei kleine Sticker (wie jene die im amtlichen Postverkehr benutzt werden) zieren das Gebinde. Der gezackte weisse Sticker ist mit Leithaberg DAC 2012 und der Nummer der Flasche, in diesem Fall 0944/2150 bedruckt und handsigniert. Der rote und der blaue Sticker jeweils mit dem Namen der beiden Winzer, Lichtenberger und Gonzalez. Irgendwie sieht die Flasche wie eine Postwurfsendung bzw. ein Einschreibbrief aus und hat schon deshalb hohen Wiedererkennungswert. Das kleine, ebenso einem Sticker ähnliche Rückenetikett informiert ein wenig über die Philosophie hinter dem Wein und das war´s dann auch schon wieder. Bevor der Leithaberg DAC rot 2012, so die vollständige Bezeichnung, ins Glas kommt, wandert er für eine Stunde in die grosse Karaffe.

Im Glas: Tiefdunkelrot steht der Leithaberg im Becher und leuchtet wie ein Rubin.

2. November 2015 | 0 Kommentare ...alles

Basic 2013 Preisinger

Saftig, süffig, frisch & ungekünstelt

Pfeffer sorgt für feines Feuer, Erde für den Grip, reife Frucht für Saft. Und die frische Säure sorgt für Puls im Mund. Frischer kühler Trinkspass.

Winzer/Weingut: Claus Preisinger, Gols/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von Golser Lagen und Weingärten des Westens und des Ostens rund um den Neusiedlersee.

Basic 2013 Preisinger Flasche/Etikett: So hoch wie die Flasche selbst ist, so hoch ist auch das Etikett, das sich in unschuldigstem reinem weiss präsentiert. Darauf ist nichts anderes als eine überdimensionale graue Illustration des Namens Claus erkennbar und irgendwo daneben steht noch basic wie mit der Schreibmaschine drauf getippert. Ende Gelände. Das muss dann auch schon wieder reichen. Am hinteren Teil des einteiligen Riesenlappens steht im Eck ganz oben basic 2013 burgenland 12,5% vol., ein Barcode und ganz winzig in grau noch die physikalische wie auch die Internetadresse sowie ein paar nötige Zusatzinformationen. Weniger ist mehr. Das hier ist ganz viel wenig. Ebenso weiss wie das Etikett ist auch der Stelvin-Schraubverschluss. Ganz schön elegant für soviel Basis. Und weil der Inhalt aus Zweigelt und Blaufränkisch keiner weiteren Vorbehandlung ausgesetzt werden muss, wird er jetzt einfach in seine wohlverdiente Freiheit entlassen und ins Glas gekippt. Mal schauen was an der Basis da so los ist.

Im Glas: Mehr violett als rot leuchtet der basic aus dem Glas heraus.

30. August 2015 | 0 Kommentare ...alles

Purbach Blaufränkisch 2013

Easy going & gefahrlos

Leichtfüssiger und unkomplizierter Blaufränkisch, der zum einfachen Genuss gemacht ist. Spass steht im Vordergrund und diesen macht er auch.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von 30 bis 40 Jahre alten Reben von der Lage Thenau.

Purbach Rot Flasche/Etikett: Ganz im Stil jener Etiketten die Uwe Schiefers Weine aus Welgersdorf zieren, ist auch jenes, das auf dieser Burgunderflasche klebt. Strahlend weiss ist es und nur ganz wenig steht wie gewohnt darauf. In diesem Fall ist es eine grosse Illustration in rot und schwarz, die jener eines Hundes gleicht. Was letztlich mehr oder weniger auch stimmt. Konkret ist das wilde Tier ein Rohrwolf, auch als Goldschakal bekannt, das Wappentier des alten Purbacher Gemeindewappens, welcher 1527 das Marktrecht verliehen wurde. Links steht PURBACH fett in schwarz und darunter einfach BLAUFRÄNKISCH. Mehr gibt’s vorne nicht zu sehen. Am schwarzen Rückenetikett steht links ganz gross der Jahrgang 2013 und am Rest noch alles was so drauf sein muss auf einer Weinbeklebung. Schlanke 12,5 PS lassen auf ein leichtes und unbeschwertes Trinkvergnügen schliessen. Verschlossen ist die Flasche mit einem schwarzen Stelvin-Drehverschluss, der jetzt mit einem Knacks nach rechts gedreht wird um an den Inhalt zu gelangen.

Im Glas: Dunkles rubinrot dreht seine Kreise im Glas.

18. August 2015 | 0 Kommentare ...alles

Luitmar 2010 Philipp Kuhn

Was für’n geiles Zeug!

Die wohl schrägste deutsche Rotwein-Cuvée die man im Glas haben kann. Um dann zu bemerken, dass das Ding ganz einfach der totale Brüller ist.

Winzer/Weingut: Philipp Kuhn, Laumersheim, Pfalz, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von Weingärten mit Löss- und Sandböden rund um Laumersheim.

Luitmar 2010 Flasche/Etikett: Eine recht düstere Erscheinung ist die dunkelbraune Schlegelflasche mit ihrem pechschwarzen Etikett. Dunkel wie die Nacht ist es, in gold steht ganz oben PHILIPP KUHN in Kapitalen und in der Mitte ebenso ganz gross LUITMAR über einer dunkelgrauen Illustration die einen Kreis mit, so sieht es aus, einzeln aufgesetzten Kronen darstellt. Die tatsächliche Bedeutung bzw. Definition konnte ich leider nicht eruieren. Unterhalb noch der Jahrgang und PFALZ, auch in gold und fertig. Das Rückenetikett ist ebenfalls pechschwarz und wieder gold bedruckt. Gerade das Nötigste und unbedingt vorgeschriebene steht oben. Immerhin liest man, dass der Wein im Barrique gereift ist. 14 PS weisen darauf hin, dass es sich vielleicht nicht gerade um einen sommerlichen Zechwein handeln könnte. Eine schwarze Halsmanschette mit dem goldenen Logo des VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) rundet die mystische Erscheinung ab. Eine halbe Stunde kommt der Luitmar noch in den Dekanter, um sich etwas mit seiner neuen Umgebung anzufreunden.

Im Glas: In kräftigem dunkelkirschrot dreht der Luitmar seine Runden im Glas.

30. Juni 2015 | 0 Kommentare ...alles

Kollwentz ‘Eichkogel’ 2011 Burgenland

Neckisch, unbeschwert & eindrucksvoll.

Vermittelt Leichtigkeit obwohl er Kraft hat. Wirkt schlank obwohl er Muskeln spielen lässt. Hat Frische, die man neckisch und unbeschwert empfindet.

Winzer/Weingut: Andi Kollwentz, Grösshöflein, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von lehmigen Böden am Eichkogel (180 bis 200 m Seehöhe) im Zentrum der Großhöfleiner Weinberge.

Kollwentz Eichkogel 2011 Flasche/Etikett: Auf der braunen Bordeauxflasche klebt ein ziemlich hohes, in zartem beige gehaltenes Etikett. Im oberen Teil zeigt es eine Häuserfront die in Form von einfachen Strichen dargestellt ist. Offensichtlich soll diese Zeichnung die Fassade des Weinguts darstellen. Unterhalb das Logo, das einen sich an Rebstöcken festhaltenden Drachen über den Initialen AK zeigt. Der Drache ist auch Bestandteil des ursprünglichen Wappens der Winzerdynastie, dessen Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Kollwentz und der Jahrgang 2011 in schwarz und einfacher Typo sowie Eichkogel in gold dazwischen komplettieren das einfache, aber durchaus einprägsame Etikett. Am ebenso hohen Rückenetikett erfährt man alles über den Eichkogel, das Klima und die Böden, den Ausbau und auch über die Zusammensetzung der Cuvée. Bevor der Eichkogel 2011 aber angetrunken wird kommt er für eine Stunde in die Karaffe. Andi Kollwentz selbst empfiehlt ‘jüngere’ Jahrgänge zu karaffieren und deshalb halte ich mich auch daran.

Im Glas: In tiefdunklem Rubinrot dümpelt der Eichkogel im Glas vor sich hin.

15. April 2015 | 0 Kommentare ...alles