Stichwort: Piemont

Pre-Phylloxera 2016

Ganz grosses Barbera-Kino

Viel mehr Barbera geht nicht, frischer und flotter schon gar nicht. Das ist Stoff der beeindruckt.

Winzer/Weingut: Elvio Cogno, Novello/Langhe, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Von über 100 Jahre alten Rebstöcken, die auf einer Seehöhe von 520 Metern stehen.

Pre-Phylloxera 2016 Allgemeines: Wenn es um die grossen Weine der Lange aus dem Piemont geht, kommt man unweigerlich mit jenen von Elvio Cogno in Berührung. Ungefähr 15 ha stehen in Novello im Eigenbesitz des Landwirtschaftsbetriebes. Cascina Nuova, Bricco Pernice, Ravera und Vigna Elena sind die bedeutendsten Weinberge von Elvio Cogno. Von einem mit sandig-kalkigem Boden durchzogenen Weinberg im Vorort Berri bei La Morra, kommt der Wein, der heute hier am Tisch der Wahrheit steht; der Barbera Pre-Phylloxera 2016. Auf einer Seehöhe von 520 Metern stehen die Rebstöcke, die noch vor der Reblauskatastrophe geplanzt wurden und somit über 100 Jahre alt sind. Deshalb auch der Name Pre-Phylloxera (Reblaus). Auf 0,25 ha werden gerade einmal 2.000 Flaschen dieses Barberas produziert, der nach dem Stahltank für zwölf Monate in grosse slawonische Eichenfässer wandert und nach der Füllung weitere sechs Monate in der Flasche reift. Für eine Stunde kommt der Tropfen jetzt in die Karaffe, dann wird angetrunken.

24. Mai 2019 | 0 Kommentare ...alles

Albesani 2014

Barbaresco wahrlich königlich

Ganz grosses Nebbiolo-Kino. Trinkt sich jetzt bereits vorzüglichst und hat zahlreiche wunderbare Jahre vor sich.

Winzer/Weingut: Cantina del Pino, Barbaresco, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Von den besten Lagen des Barbaresco.

Albesani 2014 Allgemeines: Höre ich Nebbiolo, setzt bei mir auf der Stelle dezenter Speichelfluss ein. In Verbindung mit dem Wort Barbaresco löst es endgültig Glücksgefühle aus. Wenn dieser zu meinen absoluten Lieblingsweinen zählende Tropfen dann auch noch von Renato Vaccas Cantina del Pino aus Barbaresco im Piemont kommt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Voriges Jahr hatte ich bereits das Vergnügen seinen aussergewöhnlichen Albesani 2013 zu verkosten, heute steht sein Albesani 2014 auf meinem Tisch der Wahrheit. Renato Vacccas´ Philosophie ist so simpel wie einfach; nur nichts am Wein herum schrauben und ihn am Ende ungeschönt und unfiltriert auf die Flasche zu bringen. Wie der gute Tropfen des Jahrgangs 2013 schmeckte habe ich noch sehr gut in Erinnerung, wie der 2014 sich zu zeigen anschickt, dem gehe ich jetzt, nachdem er eine Stunde in der Karaffe Sauerstoff aufgenommen hat, ausführlich auf den Grund. Ein grosses Glas ist Pflicht für diesen Wein.

21. April 2019 | 0 Kommentare ...alles

Barolo Classico 2012

Ein Charmeur der alten Schule

Nebbiolo wie es besser nicht geht. Piemont zum Verlieben. Ein Charmeur der jeden augenblicklich in seinen Bann zieht.

Winzer/Weingut: Boroli, Castiglione Falletto, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Von lehmigen, kalkhaltigen Böden in Castiglione Falletto.

Barolo 2012 Allgemeines: Seit 1831 ist die italienische Unternehmerfamilie Boroli im Piemont ansässig. Den Anfang machte man in der Textilindustrie, dann im Verlagswesen und irgendwann entschied man, auch im Weinbau tätig zu werden. Bis in die 90er Jahre arbeitete Silvano Boroli im Grafikverlagsgeschäft, bevor er beschloss, sich im Piemont dem Weingeschäft zu widmen. Sein Sohn Achille begann sich nach dem Studium um den Weinbau und die Produktion zu kümmern und sich mit intensiv mit Wein zu beschäftigen. Heute befinden sich die Weinberge Familie in Castiglione Falletto (Cascina La Brunella), Barolo (Borgata Cerequio) und La Morra (Cascina Sorello). Aus Castiglione Falletto, im Herzen der Langhe und des Barolo, kommt jener Wein, der heute hier am Tisch der Wahrheit; der Barolo Classico 2012. Von lehmigen, kalkhaltigen Böden stammt der Tropfen, im Stahltank wurde er vergoren und im Anschluss für mehrere Jahre in kleinen und grossen Holzfässern gelagert. Seit einer Stunde dümpelt er in der Karaffe, und jetzt ist er bereit für seinen grossen Auftritt im ebenso grossen Glas.

22. November 2018 | 0 Kommentare ...alles

Barbera d’Alba Filatura 2016

Die pure Lebensfreude

Der Tropfen ist die reinste Spassmaschine, der totale Freudenspender. Ein Barbera, dem das Siegel “alltagstauglich” gebührt.

Winzer/Weingut: Marco Porello, Canale, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Vom Weinberg Filatura in Canale, mit Reben die auf steinigen und kalkigen Böden stehen.

Porello Filatura 2016 Allgemeines: It´s Barbera-Time. Wenig bis nichts geht an grauen, abgekühlten Sommertagen über einen schönen Barbera aus dem Piemont. Wenn er dann auch noch von Marco Porello kommt ist das umso erfreulicher. Macht der nämlich ausgesprochen frische, bereits jung sehr zugängliche Weine aus dieser eher reifebedürftigen Rebsorte. Der Wein der heute von ihm am Tisch der Wahrheit steht, ist der Barbera d´Alba Filatura 2016, dessen Trauben aus der besten Lage Canales kommen. 30 bis 50 Jahre alt sind die Rebstöcke die auf dem Hügel mit dem Namen Filatura stehen, was übrigens soviel wie “spinnen” heisst. Im Sinne von Spinnfäden, nicht von irre oder Ähnlichem. Marco Porello behauptet aber auch, dass das Wort im piemontesischen Dialekt auch für „Filetstück“ steht. Was angesichts des Weines so falsch auch wieder nicht sein kann, gehört der Filatura doch zum Besten, was Marco Porello an Barbera in die Flaschen zaubert. Ich hab den Kerl erstmal für eine halbe Stunde in die Karaffe umgefüllt und bin jetzt gespannt, was der Tropfen zu erzählen hat.

7. Juli 2018 | 0 Kommentare ...alles

Albesani 2013 Barbaresco

Daran führt kein Weg vorbei

Reif, dicht, saftig, füllig, fein, rot, würzig, edel, unerreicht. Man weiss bereits jetzt ohne jeden Zweifel wo diese Reise hingehen wird.

Winzer/Weingut: Cantina del Pino, Barbaresco/Langhe, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Von den besten Barbaresco-Lagen des Weinguts.

Albesani 2013 Barbaresco Allgemeines: Barbaresco. Schon der Name löst bei mir erhöhten Speichelfluss aus. Gehört die Rebsorte Nebbiolo nicht umsonst zu meinen absoluten Lieblingen. Wenn dieser dann auch noch von Renato Vaccas Cantina del Pino aus Barbaresco im Piemont kommt, dann ist die Freude umso grösser. Wie alle Weine, ist auch der Albesani 2013 welcher heute am Tisch der Wahrheit steht, ungeschönt und unfiltriert. Es ist Philosophie des Weinguts nicht am Wein “rumzuschrauben”, sondern ihn ohne Manipulation einfach “werden” zu lassen. Mit dem köstlichen Langhe Nebbiolo 2013 und dem Dolcetto d´Alba 2013 hatte ich bereits die Ehre, der Barbaresco Albesani 2013 stellt hier und heute das Highlight der Verkostung dar. Und weil der gute Tropfen für etwas Sauerstoff auch mehr als dankbar ist, darf er sich in der Karaffe eine Stunde mit frischer Luft anreichern, bevor er seinen grossen Auftritt hat. Die Wurst ist aufgeschnitten, das Brot ebenso, das Glas ist poliert, von mir aus kann es losgehen mit dem freudigen Ereignis.

12. Mai 2018 | 0 Kommentare ...alles

Dolcetto d´Alba 2016

Dolcetto fantastico!

Ein typischer Alltagstropfen. So einfach kann Wein sein, vorausgesetzt man weiss, dass auch Einfaches einfach köstlich sein kann.

Winzer/Weingut: Massolino, Serralunga d´Alba, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Von 20-25 Jahre alten Reben die auf Kalkböden in Serralunga stehen.

Dolcetto d´Alba 2016 Allgemeines: Aus Serralunga d’Alba, einer kleinen Gemeinde in der italienischen Provinz Cuneo im Piemont, kommt der Wein, der heute am Tisch der Wahrheit steht. Und zwar vom 1896 gegründeten Weingut Massolino, dessen Gründer, Giovanni, der erste war, der elektrischen Strom und den Dampfdrescher in das Dorf brachte. Heute produziert man ausschliesslich Weine aus autochthonen Rebsorten, die typisch für das Gebiet sind, sowie auch jener, der heute hier verkostet wird, den Dolcetto d´Alba 2016. Zum ersten Mal 1896 produziert, seit 2003 gehen die besten Dolcettotrauben, die aus Weinbergen in Serralunga d’Alba stammen, in diese Auslese. 20-25 Jahre alt sind die Rebstöcke die auf einer Höhe von 330 Metern stehen und im traditionellen Guyot erzogen werden, die Böden sind kalkhaltig, der Ausbau erfolgt in Stahl und Zement, 24.000 Flaschen wurden abgefüllt. Eine steht jetzt hier und ihr Inhalt wartet seit einer Stunde in der Karaffe auf seinen grossen Auftritt.

6. Januar 2018 | 0 Kommentare ...alles

Gattinara Valferana DOCG 2011

Weltklasse. Und Punkt.

Ich kann mich nicht erinnern wann ich einen frischeren und kühleren Nebbiolo getrunken habe. Einfach traumhaft dieser Stoff.

Winzer/Weingut: Azienda Vitivinicola Nervi, Gattinara, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Von der Lage Valferana, einer Einzellage in knapp 400 m Höhe am Fuss der Alpen.

Gattinara Valferana Allgemeines: Zeit wird es, wieder einmal einen anständigen Nebbiolo in den grossen Burgunderbecher zu füllen. Diesmal aber nichts mit Barolo, Barbaresco, Alba oder Langhe. Der Nebbiolo der heute am Tisch der Wahrheit steht kommt von der Azienda Vitivinicola Nervi aus Gattinara in der Provinz Vercelli im Piemont. Nervi ist das älteste Weingut im Gattinara DOCG Gebiet und heute im Besitz der norwegischen Familien Kathrine und Erling Astrup sowie Wicklund und Skjelbred. Chefönologe Enrico Fileppo sorgt dafür, dass nur bester Wein in die Flaschen kommt. So einer wie der Gattinara Valferana DOCG 2011 zum Beispiel. Ein Wein den es nur in grossen Jahrgängen gibt. Valferana ist eine Einzellage in knapp 400 m Höhe am Fuss der Alpen. Über vier Jahre lang dümpelte der Tropfen, der von Hand gelesen und spontan vergoren wurde, in grossen Holzfässern vor sich hin. Heute darf der Valferana erstmal eine Stunde in der Karaffe seine Runden drehen bevor seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt wird. Aus dem grossen Glas, natürlich.

4. Juli 2017 | 0 Kommentare ...alles