Stichwort: Blaufränkisch

Buchertberg Rot 2012 Herrenhof Lamprecht

Fruchtig-würziger Gaumenspass.

Rotweinvergnügen für jeden Tag. Hoher Verdunstungsfaktor sorgt für reuelosen Trinkspass. Zechwein für so ziemlich jeden Anlass.

Winzer/Weingut: Herrenhof Lamprecht, Markt Hartmannsdorf/Steiermark, Österreich.

Lage/Herkunft: Vom Weingarten Buchertberg mit tertiären Sedimenten, braunem Opok und kalkhaltigem Sandstein.

Rot Flasche/Etikett: Wie auf den beiden anderen Etiketten nehmen auch auf diesem die Lage (Buchertberg) in geschwungener Typografie und der Name (HERRENHOF LAMPRECHT) den grössten Platz ein. Unerhalb wie gehabt der Name des Weines und der Jahrgang durch die typischen Slashes getrennt. Links aussen wieder die obligate Grafik, diesmal um die Farben Schwarz und Blau erweitert, was die drei zusätzlichen Rebsorten in diesem Wein andeuten soll. Wie die beiden anderen ist auch dieses ein äusserst schönes Etikett. Ebenso steht am äusseren rechten Rand wieder der komplette Rest darauf und auch da ist wieder jeder ‘Kommunikationskanal’ von Gottfried Lamprecht mittels Logo aufgedruckt. YouTube, Facebook, Twitter, Google+. Der Mann ist virtuell allgegenwärtig und sogar der QR-Code darf nicht fehlen. Selbstverständlich ist auch auf diesem Etikett das europäische Biosiegel drauf. Schraubverschluss statt Kork ist obligat bei Gottfried Lamprecht und weil das auch schon alles ist, wird der Buchertberg in Rot ohne jede weitere Verzögerung ins grosse Glas gelassen.

Im Glas: Um eine Nuance dunkler aber ebenso transparent wie der Pinot Noir, steht der Buchertberg in kräftigem kirschrot im Glas.

16. März 2014 | 0 Kommentare ...alles

panAroma No.19 Blaufränkisch Schiefer 2009

Feinst gestrickt & lebensfroh.

Ein Fliegengewicht unter den Blaufränkisch des Landes, das jedes Schwergewicht mit einem einzigen Haken aus dem Ring befördert.

Winzer/Weingut: Thomas Lehner, Gols/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von durchschnittlich 25 Jahre alten Reben der Grosslage Heideboden am östlichen Ufer des Neusiedler Sees.

panAroma No.19 2009 Flasche/Etikett: Auf der Burgunderflasche klebt wie auf allen der Serie panAroma das Etikett des ‘Schreckens’. Düster, dunkel, mit unglaublich hässlicher Typo und auf dem grauen Untergrund mit jenen Regenwürmern die aus Edgar Allen Poes Haus entflohen sein könnten. In der Zwischenzeit habe ich das Design des ‘Grauens’ fast schon lieb gewonnen und sehe es als Tarnung für das an, was in der Regel aus den Flaschen Thomas Lehners kommt. Das war nämlich bis jetzt alles vollkommen konträr zu dem was aussen drauf klebte. So sehe ich auch diese Flasche mit Grusel an und freue mich auf deren Inhalt. Auch dieses Etikett ist für den genialen Geist gemacht und offenbart ein paar zusätzliche Informationen über Wein, Lage, An- und Ausbau wenn man draufkommt, dass es sich vom eigentlichen Etikett abziehen lässt. Gestalterischer Overkill sagt man zu sowas. Oder so.

Am Rückenetikett, das nicht minder hässlich ist, steht wieder alles drauf was nötig ist und auch hier erfährt man gerade mal, dass in der Flasche ein Blaufränkisch drin ist. Immerhin steht ‘Schiefer’ drauf damit man weiss woher der Wind weht. Bevor der gute und vor allem teure Tropfen in die Gläser kommt, darf er sich für eine Stunde von seinem gruseligen Kerker erholen und sich in der Karaffe an seine neue Umgebung gewöhnen.

Im Glas: Hell, heller, sehr hell. Leuchtendes rubinrot, funkelnd hell im Kern und dunkelschwarz an den Rändern. Von oben transparent und glasklar bis auf den Grund. So steht der Blaufränkisch Schiefer im Glas.

4. Oktober 2013 | 0 Kommentare ...alles

Heideboden Rot 2011 No.1

Kräutersauerfruchtig mit einer Prise Kalk.

Kein Wein bei dem man überlegen muss, sondern einer den man einfach von seinem Schraubverschluss befreit und fröhlich wegmacht.

Winzer/Weingut: Thomas Lehner, Gols/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von der Lage Heideboden die an der Oberfläche mit humusreicher Schwarzerde bedeckt und leicht schottrig ist.

No.1 Heideboden ROT 2011 Flasche/Etikett: Wie schon die Flasche des Heideboden Rosé No.3 ziert auch diese hier das traditionell wirkende Etikett. Oben wieder Thomas Lehner in Grossbuchstaben in dem mit floralen Ornamenten umrankten Balken und in der Mitte wieder schlicht und einfach Heideboden, ROT in Rot und ebenso die 1 der Nummer. Unten noch Burgenland drauf und fertig ist das schlichte Etikett. Das Design ist einfach, aber nicht banal, irgendwie ‘typisch’ und nicht unmodern. Es ist stimmig und würde eher zur ‘Edel-Linie’ von Thomas Lehners Weinen passen als jene leidigen Beklebungen die dort die Flaschen verunstalten. Egal, was in den Flaschen drin ist zählt, sonst nichts. Auch hier wieder ein Rückenetikett mit gerademal dem Notwendigsten darauf. Thomas Lehner verzichtet bewusst auf ausführliche Informationen und lange Geschichten, hat es lieber wenn der Wein für sich spricht. Was drauf sein muss ist drauf, der Rest ist in der Flasche. Eine Stunde wird dem Heideboden ROT No.1 in der Karaffe zugestanden, dann muss er zeigen was er kann und wohin die Reise mit ihm gehen wird.

Im Glas: Kirschrot, rubinrot, oder so ähnlich, steht der Heideboden ROT im Glas, strahlt vor sich hin und zeigt sich äusserst transparent.

3. September 2013 | 0 Kommentare ...alles

Rosé Heideboden 2012 No.3

Sanft, mild, leise und ein wenig schüchtern.

Keine Feierpulle für den schnellen Durst. Das ist ‘langsamer’ Rosé der Zeit braucht um sich zu entfalten.

Winzer/Weingut: Thomas Lehner, Gols/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von der Lage Heideboden die an der Oberfläche mit humusreicher Schwarzerde bedeckt und leicht schottrig ist.

No.3 Heideboden Rosé 2012 Flasche/Etikett: Mit einem relativ einfach gehaltenen, Tradition vermittlendem Etikett steht die Bordeauxflasche des Heideboden No.3 am Tisch der Wahrheit. Auf hellem Créme in dunkelgrau der Name Thomas Lehner in Kapitalen in einem Balken, welcher von floralen Ornamenten umrankt ist eingedruckt. Nicht modern gestaltet und doch modern erscheinend ist das Design das ‘Gewachsenes’ vermittelt. Trotz der relativ viel Platz einnehmenden Illustration im oberen Teil des Etiketts wirkt es schlicht und einfach, weil der Rest für nicht viel mehr als Name und Lage verwendet wird. No.3 in rot als Blickfang, Heideboden als Herkunft und ROSÉ wieder in rot. Stimmig und schlicht vermittelt es edlen Charakter.

Am Rückenetikett nicht viel Informatives, nur das was drauf stehen muss. Immerhin der Hinweis auf die Rebsorten. Wie eingangs erwähnt war ich bereits neugierig und habe eine Flasche von diesem Rosé verkostet. Allerdings erst nach zwei Tagen in der Karaffe weil der Wein vorher nicht einmal zu riechen war. Am zweiten Tag war er perfekt ‘belüftet’ und so habe ich diese Flasche, nachdem der der Wein bereits seit ein paar Wochen hier gelagert wurde, am Vorabend umgefüllt und am Tag darauf mit der Verkostung begonnen.

3. August 2013 | 0 Kommentare ...alles

Tannenberg 2009

Die Essenz seiner selbst.

Ein grosser Wein der zu seiner eigenen Essenz geworden ist, der Muskelmasse in reine Energie umgewandelt und jeglichen Speck einfach abgeworfen hat.

Winzer/Weingut: Anita & Hans Nittnaus, Gols/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von je einer Partie der schiefrig-kalkigen, heissen Südseite und der kühleren, schiefrig-quarzigen Nordseite der Lage Tannenberg.

Tannenberg 2009 Flasche/Etikett: Fast wie es sich gehört, bricht das Etikett des Tannenberg aus dem konsequenten Corporate Design aus, verzichtet auf die Zweiteilung und die Illustration und präsentiert sich vollflächig in schwarz. In Silberglitter das Weingut, ganz gross der Jahrgang und die Rebsorte aufgedruckt. Dazwischen in weiss TANNENBERG. Reduziert aufs Wesentliche, selbstbewusst und dank der Farbgestaltung auch sehr auf geheimnisvolles Understatement getrimmt. Und dann fällt einem auf, dass man die Illustration die alle Etiketten bis jetzt geziert hat trotzdem nicht vergessen hat miteinzubinden. Sie ist in grau auf der schwarzen Halsmanschette aufgebracht und stellt so die ursprüngliche ‘Zweiteilung’ des Etiketts wieder her.

Am schwarzen Rückenetikett wird ausführlich die Lage Tannenberg beschrieben. Ein paar sensorische Informationen stehen drauf und auch der Hinweis, dass der Wein zu den Premium-Blaufränkisch zählt. Bevor der Tannenberg endgültig in die Gläser kommt wird er für eine Stunde an die Luft ‘gesetzt’ und im Anschluss über den Tag verteilt verkostet.

Im Glas: Dunkel, fast schwarz mit violetten Reflexen, dreht der Tannenberg seine Runden im Glas. Trotzdem ist der Wein nicht vollkommen ‘blickdicht’, ist eher klar und sehr rein.

22. Juni 2013 | 0 Kommentare ...alles

Comondor 2009

Braucht Zeit um aufzuwachen.

Nichts für Schnelltrinker ist dieser Edeltropfen. Erst nach ein paar Stunden an der Luft dreht er richtig auf und offenbart seine wahre Grösse.

Winzer/Weingut: Anita & Hans Nittnaus, Gols/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von den drei ‘Traumlagen’ Kurzberg, Ungerberg und Tannenberg mit jeweils unterschiedlichen Bodenverhältnissen.

Comondor 2009 Flasche/Etikett: Konsequent wird auch auf dieser Flasche das Corporate Design von Anita & Hans Nittnaus fortgesetzt. Zweiteilig und terracottarotbraun wie alle dieser Linie angehörigen Weine, klebt das Etikett auf der Bordeauxflasche. Es zeigt wie gehabt in stilisierter Form den Neusiedlersee mit einem Schilfgürtel im Vordergrund und die sanften Hügel des Leithagebirges im Hintergrund. Alles in schwarz. Am unteren Etikett wieder der Name des Weines in weiss und der notwendige Rest wie Jahrgang und Herkunft in schwarz.

Das Rückenetikett informiert wie gehabt über Lage, Herstellung und Zusammensetzung, sowie mit allem was man sonst noch über den Wein wissen muss und soll. Bevor der Comondor aber in die grossen Gläser gelassen wird darf er sich für zwei Stunden im ebenso grossen Ballon austoben und seine Kreise ziehen.

Im Glas: So dunkel, fast schwarz wie der Comondor im Glas steht, so klar ist er und lässt einen bis zum Glasboden durchblicken. Am Rand hellt er ganz fein ins Rubinrote auf.

21. Juni 2013 | 0 Kommentare ...alles

Heideboden rot 2011

Spasswein der getrunken werden will.

Mehr Spass kann Wein fast nicht mehr machen. Nichts Grosses, sondern einfach ein frischer, fröhlicher Alltagstropfen mit Charakter und Niveau.

Winzer/Weingut: Anita & Hans Nittnaus, Gols/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von den warmen, sandigen Böden der ebenen Lagen, dem Heideboden, in der Nähe des Neusiedlersees.

Heideboden 2011 Flasche/Etikett: Wie schon die beiden Flaschen des Pannobile und der Cuvée Burgenland ist auch diese mit dem terracottabraunen, zweigeteilten Etikett beklebt. Das obere Teil wie gehabt mit dem Logo ‘Anita NITTNAUS Hans‘ und dem darunter liegenden, stilisierten Schilfgürtel des Neusiedlersees. Im Hintergrund die sanften Hügel des Leithagebirges. Am unteren Teil des Etiketts wie üblich der Jahrgang und der Name des Weines in weissen Grossbuchstaben. Es sind ‘ruhige’, Wärme, Zurückhaltung und Bodenhaftung ausstrahlende Etiketten die weder Lärm machen noch sonst wie Aufmerksamkeit um jeden Preis erzielen wollen. Am ebenso braunen Rückenetikett steht wieder alles drauf was interessant ist. Man erfährt ein wenig über Lage, Klima sowie natürlich auch aus welchen Rebsorten der Inhalt dieser Flasche ‘komponiert’ ist. Bevor wir den Heideboden in die blank polierten Gläser füllen darf er sich für eine Stunde in der grossen Karaffe austoben.

Im Glas: Dunkles Rubinrot steht im Glas. Ein leicht bläulicher Schimmer funkelt an den Rändern mit beim Schwenken. Ein kräftiger Film schmiert die Glaswand hinunter.

19. Mai 2013 | 0 Kommentare ...alles