Spätburgunder “Prachtstück” Auslese 2008

| 1. August 2011 | 0 Kommentare ...alles

In voller Pracht ins Glas.

Ein Wein der sich “Prachtstück” nennt, hat einiges zu beweisen. Dieser Spätburgunder ist dazu angetreten um seinem Namen gerecht zu werden.

Winzer/Weingut: Weingut Kiefer, Eichstetten, Baden, Deutschland.

Lage/Herkunft: Der Kaiserstuhl in Baden ist das grösste und bekannteste Weinanbaugebiet Deutschlands und wird auch als die “Sonnenterrasse” Deutschlands bezeichnet.

Flasche/Etikett: Standesgemäss in der klassischen Burgunderflasche abgefüllt prangt quasi als “Vorankündigung” auf den Inhalt auf dem halb weiss, halb altrosa bedruckten Etikett der Name “Prachtstück”. Dezent und ohne grosses optisches Aufsehen.

Im Glas: Im Glas zeigt sich das “Prachtstück” von seiner edlen Seite und lässt ganz tiefe Ein- und vor allem Durchblicke zu. Kirschrot, rubinrot, kräftig leuchtend aber transparent, lässt einen dieser Wein gegen das Fenster gehalten hindurch sehen und die Konturen des Gegenübers erkennen.

In der Nase: Die Nase wird von dunklen Beeren umweht und reflexartig denkt man irgendwie auch an Zwetschgenkuchen. Sehr intensiver Duft der auch eine gewisse Fülle erahnen lässt. Leicht mineralisch im Finale und ein wenig würzig. Nach ein paar bereits verkosteten Weinen ist diese Eigenschaft irgendwie symptomatisch für Weine dieses Weinguts. Wobei die Löss- und Vulkanböden eindeutig das ihre dazu beitragen. Terroir á la Kaiserstuhl könnte man sagen.

Im Mund: Sobald der Spätburgunder den Gaumen umspült spürt man fruchtig mineralische Frische, leicht prickelnd sogar, mit sehr schön eingebundener Säure. Sie ist permanent da, tritt aber nie in den Vordergrund. Ein angenehmes Mundgefühl macht sich breit und lässt einen dreimal “nachhaken” um das Geschmackserlebnis zu verlängern. Das Prachtstück macht sich “wichtig” und man ist ihm dafür dankbar.

Sehr gut strukturiert und auch mit schönem Körper ausgestattet sorgt der Spätburgunder für einen schönen Nachhall der nach mehr verlangt. Man weiss was man kann und ist sich seines “Talents” bewusst. Trotz seiner 14% flutscht das “Prachtstück” über den Gaumen. Universell zu Gebratenem getrunken macht dieser Spätburgunder aber auch solo genossen grossen Spass.

Resümee: Um € 13,50 sicher kein Wein für alle Tage. Aber wenn Gäste kommen oder man sich selbst etwas besonderes gönnen will, dann macht man damit eine absolut gute Figur. So man den Wein mit Freunden teilt, wird er diesen in freudiger Erinnerung bleiben.

Tipp: Bei sommerlichen Temperaturen tun ihm 2-3ºC weniger im Glas ganz gut. Aber Vorsicht, die 14% sind trotzdem noch vorhanden.

Einen ausführlichen Bericht über den Spätburgunder Prachtstück lesen Sie auch hier.

Verkostet wurde ein Spätburgunder “Prachtstück” Auslese 2008 vom Weingut Kiefer aus Eichstetten am Kaiserstuhl, Deutschland.

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Kategorie: Verkostet, Weingut Kiefer

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