Stichwort: Burgenland

Merlot ‘m’ 2009 – Uwe Schiefer

Ein sanfter Riese.

Mundkino für Freunde gehaltvoller Weine. Ein Merlot der mit Mineralik und Kühle überrascht.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Dickwandig und schwer ist die Bordeauxflasche auf der das ausdrucksstarke Etikett klebt. Mystisch in dunklem violett und schwarz gehalten, mit einem leichten Silberstreif gibt diese Grafik nach wie vor Rätsel auf was damit dargestellt werden soll. Wir sind dem Geheimnis aber auf der Spur. Am weissen Rest des Stück Papiers der Name schiefer und die Weinbezeichnung ebenfalls in silber. Eindrucksvolles Design.

Im Glas: In dunklem brombeerrot mit Spuren von violett steht der Merlot im Glas und überrascht beim Blick hinein mit relativer Klarheit. Nichts was an die üblichen dicken, fetten und undurchsichtigen Sossen erinnert. Dieser lässt trotz seiner dichten Farbe tief blicken.

5. April 2012 | 0 Kommentare ...alles

‘Florian’ Cuvée 2009

Tango & Temperament.

Eine Cuvée die rassig, feurig und mit jeder Menge Temperament gesegnet ist. So schmeckt Tango auf der Zunge.

Winzer/Weingut: Weingut Draxler, Haschendorf, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von unterschiedlichen Weingärten und wechselnden Böden rund um und in Neckenmarkt im Burgenland.

Flasche/Etikett: Das Etikett wie üblich in perfekter Weise dem Corporate Design folgend, weiss mit dem roten Siegel drauf und sonst nur noch der Name der Cuvée. Minimalistisch wie immer, einprägsam und mit hilfreicher Information am Rückenetikett. Dort steht auch zu lesen, dass der Wein am besten 2017 zu geniessen ist. Was insoferne Pech für ‘ihn’ bedeutet, da er heute bereits dran ist und Pech für uns, da wir nicht solange warten können um Ihnen diesen Genuss näherbringen zu können. Also erzählen wir Ihnen heute wie er heute schmeckt und hoffen ein paar Fläschchen zu ergattern, um Sie im Lauf der nächsten Jahre über seine Entwicklung am Laufenden halten zu können.

Drei Stunden haben wir eingeplant um ‘Florian’ Luft holen zu lassen. Nach zwei Stunden wird der Wein dann ‘angetrunken’ um zu sehen wie weit er ist und wohin er sich in den nächsten Stunden entwickeln wird.

11. Februar 2012 | 0 Kommentare ...alles

‘Preiner Berg’ 2008

Saft und Kraft im Glas.

Zweigelt kann auch mächtig Kraft haben und für Dampf im Glas sorgen. Dieser hier versteht es kalte Winterabende spielerisch zu erwärmen.

Winzer/Weingut: Weingut Draxler, Haschendorf, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von einem exponierten Hügelrücken mit einem hohen Steinanteil des sandigen Lehmbodens im burgenländischen Neckenmarkt.

Flasche/Etikett: Wie schon alle anderen Flaschen vorher, ziert auch diese das elegante weisse Etikett. Konsequent dem Corporate Design folgend mit nichts als dem roten Siegel und dem Namen drauf. Wie wir bereits wissen, handelt es sich dabei um das Ortssiegel der Gemeinde Haschendorf aus dem Jahr 1782 und zeigt den Heiligen Florian.

Was auf der Rückseite des Etiketts sofort auffällt ist der Umstand, dass dies das einzige ist auf welchem keine Angaben zur Dekantierzeit angebracht sind. Was natürlich einfach bedeuten kann, dass es nicht nötig ist den Wein ‘an die Luft’ zu setzen. Wir lassen ihn trotzdem ein wenig atmen und füllen ihn für eine halbe Stunde in die Karaffe. Ein wenig Luft hat noch nie geschadet.

10. Februar 2012 | 0 Kommentare ...alles

Weisser Schiefer 2010

Ein Wein so fein wie ein Labello.

Lippenschmierer werden Labello abschwören und ab sofort nur mehr mit Uwe Schiefers weissem ‘Landwein’ ihre Lippen verwöhnen. Das ist nicht nur gesünder, es schmeckt auch besser .

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Die Burgunderflasche ziert dem Corporate Design folgend ein sehr auffälliges, impactstarkes Etikett mit einer rot/grünlichen Grafik hinter deren Bedeutung ich noch nicht gekommen bin. Ich werde jedenfalls versuchen noch herauszufinden was es damit auf sich hat. Auf alle Fälle löst die abstrakte Erscheinung bei mir Gedanken an Dynamik, Erdverbundenheit und Bewegung aus. Darauf der Name schiefer und die Weinbezeichung. Mehr muss nicht sein und der Rest steht, nicht wie üblich im Prospekt, sondern auf dem Rückenetikett.

Im Glas: Im Glas zeigt sich der ‘weisse schiefer‘ in einem sehr hellen, leicht blassen strohgelb. Klar und transparent lässt einen der Wein durch ihn hindurch blicken.

5. Februar 2012 | 0 Kommentare ...alles

Blaufränkisch 2010 – Uwe Schiefer

Alltagswein auf höchstem Niveau.

Die Leichtigkeit des Seins ODER Wie Uwe Schiefer es schafft, aus einfachem Blaufränkisch ein burgundisches Erlebnis zu machen.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von alten Rebstöcken aus den besten Sonnenlagen der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Auf der Burgunderflasche klebt zwar ein ansprechendes Etikett, welches aber – ohne Rücksicht auf grafische Verluste – mit allem zugemüllt wird, was es nur an Information gibt. Dazu muss gesagt werden, dass dies NUR bei diesem Wein so ist.

Fast hat es den Anschein als würde Uwe Schiefer damit sagen wollen “Hey, das ist der Alltagswein und was drauf muss ist drauf. Kunst gibt´s erst ab 13,90.” Genau das macht den optischen Auftritt schon wieder sympathisch.

Alle anderen sind schlicht und minimalistisch mit dem Label und der Weinbezeichnung gestaltet und dementsprechend klar und impactstark.

Im Glas: Obwohl der ‘Qualitätswein’ nicht dekantiert werden muss wandert er trotzdem, schon alleine wegen der Optik, in die kleine Karaffe und von dort ohne Umschweife ins Glas. Aus diesem strahlt ein leuchtendes rubinrot mit leicht bläulich-violetten Reflexen. Eine sehr schöne Farbe steht im Glas und gewährt klare Einsicht.

4. Februar 2012 | 0 Kommentare ...alles

Blaufränkisch ‘Neckenmarkt’ Mittelburgenland DAC

Ein ganz ein Nobler.

Ein Blaufränkisch, der in seiner Preisklasse in einer eigenen Liga spielt. Doppelter Weinwert zum halben Preis und mit jeder Menge Trinkspass.

Winzer/Weingut: Weingut Draxler, Haschendorf, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von höhergelegenen Weingärten bei sonnenreicher Ausrichtung von Süd bis Südost. Stark wechselnde Böden von Löß zu Lehm und Schiefer in Neckenmarkt im Burgenland.

Flasche/Etikett: Zum Etikett gibt es nicht mehr viel zu sagen, ausser, dass das Corporate Design auf konsequenteste Art umgesetzt wird. Der Indianer hat sich als Heiliger Florian herausgestellt und sonst prangt nur das rote Siegel prominent am weissen Stück Papier. Mit dem Namen des edlen Tropfens.

Einziger Kritikpunkt, der nach vielfacher Ansicht übersehenen Unstimmigkeit (irgendwann wird man betriebsblind), sind die Angaben am Rücken der Etiketten. Dort werden jeweils die Dekantierzeiten für den Jahrgang 2011 angegeben, auch wenn die Weine selbst aus 2010 oder 2009 sind. Für den Jahrgang 2011 sind die angeführten Zeiten durchaus sinnvoll und auch nachvollziehbar, für die 2009er oder 2010er, welche wir aktuell verkosten, kann man diese (wir tun es jedenfalls) locker auf die Hälfte reduzieren.

Im Glas: Die drei Stunden die am Etikett empfohlen werden haben wir uns geschenkt und den Wein nach einer Stunde in der Karaffe ins Glas geschenkt. Dort steht er nun in einem funkelnden Granatrot mit kirschroten Rändern. Die Wand benetzt mit cremigen Kirchenfenstern welche nur langsam abfliessen.

19. Januar 2012 | 0 Kommentare ...alles

Primus 2010 – Draxler

Alltagswein zu jedem Anlass.

Eine ausgewogene Cuvée von Zweigelt und Blaufränkisch schickt sich an, ein Wein für jeden Tag zu werden .

Winzer/Weingut: Weingut Draxler, Haschendorf, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Aus der Gemeinde Neckenmarkt im sogenannten ‘Blaufränkischland’ im Burgenland.

Flasche/Etikett: Wie schon bei den beiden ersten Weinen folgt Andreas Draxler auch hier konsequent dem klaren und impact-starken Corporate Design indem er auf ein schlichtes weisses Etikett nur ein rotes Siegel sowie den Namen des Weines aufdruckt. Nachdem ich die Figur im Siegel mit einem Indianer assoziiert hatte, hat mich Andreas Draxler darüber aufgeklärt was es mit diesem Siegel tatsächlich auf sich hat.

Das Logo ist ursprünglich das Ortssiegel seiner Heimatgemeinde Haschendorf aus dem Jahr 1782, welches per Zufall von seinem Vater in einem Museum in Sopron, Ungarn entdeckt wurde. Nach Absprache mit der Ortsbevölkerung durfte er das Siegel zur Verwendung als Betriebslogo abändern und verwenden. Es zeigt den Heiligen Florian, Schutzheiliger der Feuerwehr (und vieler anderer), beim Löschen eines brennenden Hauses.

17. Januar 2012 | 0 Kommentare ...alles