Stichwort: Burgenland

Blaufränkisch ‘Eisenberg’ 2010

Die Kunst der ‘Länge’.

Elegant, lang und saftig sind nur drei Attribute dieser ‘Alltagsmedizin’. Blaufränkisch für den täglichen Genuss gemacht.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: So wie die Flasche vor uns steht, ist es wie eine Reise zurück zu den Anfängen. War doch der Eisenberg der erste Wein von Uwe Schiefer überhaupt den wir verkostet haben. Umso erfreulicher war es diese Flasche mit dem faszinierenden Etikett wieder am Tisch stehen zu haben.

Noch immer halte ich an der Meinung fest, dass es sich bei dieser aussergewöhnlichen Grafik um einen blutenden Daumenabdruck handelt. Oder doch um einen Tropfen des wertvollen Inhalts. Oder vielleicht doch ganz was anderes. Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls steht schiefer wie gewohnt in schwarz drauf und hinten findet der neugierige Weinfreund alles was noch wichtig und von Interesse ist.

Wie uns die Erfahrung gelehrt hat ist es angebracht, den Jungspund erst einmal zum Luftschnappen in den Dekanter umzufüllen. Der Eisenberg kam kühl aus dem Temperierschrank und kann sich nun einmal an seine ‘neue Umgebung’ anpassen. Bei diesen Temperaturen darf es dann schon mal um ein, zwei Grad ‘frischer’ sein im Glas.

14. Juli 2012 | 0 Kommentare ...alles

Merlot ‘m’ 2008 – Uwe Schiefer

Kraft und Eleganz.

Kein Wein der Krach im Mund macht, sondern mit frischer Kraft und kühler Eleganz den Gaumen streichelt.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Auf der gleichen dickwandigen und schweren Bordeauxflasche klebt das gleiche ausdrucksstarke Etikett in dunklem violett und schwarz. Mit dem gleichen Silberstreif bedruckt und überhaupt mit allem was die Etiketten auf Uwe Schiefers Weinen so impactstark und mystisch macht. Am weissen Fleck des Stück Papiers der Name schiefer wie gehabt und die Weinbezeichnung ebenfalls wie schon beim 2009er in silber. Ich will endlich wissen was es mit dem Design auf sich hat.

Eines vorweg; es ist drückend heiss und wenn der Wein zu warm wird macht es einfach keinen Spass. Aber das wissen Sie sicher auch. Deshalb haben wir bei diesen Temperaturen unseren Temperierschrank generell bei den Rotweinen ein wenig ‘runter gefahren’ und sie bei 14º drin liegen. Nach ein bis zwei Stunden im Dekanter ist er dann sowieso auf 16º, was bei dieser Hitze auch kein Nachteil ist. Versuchen Sie einen guten Rotwein einmal etwas kühler. Sie werden staunen wie erfrischend dieser sein kann. Mehr dazu ein andermal, jetzt geht es dem Merlot ‘an den Kragen’.

13. Juli 2012 | 0 Kommentare ...alles

weisser schiefer ‘m’ 2007

Wein zum Fliegen.

Meditationswein feinster Sorte und nichts für den schnellen Durst. Ein Landwein der Kenner wie Könner zum Fliegen bringt.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Wie gewohnt das grafisch anspruchsvolle wie abstrakte Etikett auf der Burgunderflasche. Diesmal in leichtem grün und gelbgrün welches spätsommerliches Feeling vermittelt. Nach wie vor geheimnisvoll für uns und immer noch faszinierend ob soviel spannender Abstraktion auf einem kleinen Stück Papier. Der Rest am schwarzen Rückenetikett verrät, dass es ein unfiltrierter Landwein ist.

Im Glas: Die Erfahrung mit Uwe Schiefers Weinen hat uns gezeigt, dass seine Weissweine immer dankbar für ein paar Minuten Luft sind und so kommt auch dieser hier für eine halbe Stunde in die Karaffe. Um dann im Glas in einem bernsteingelblichen Teint zu stehen. Es sieht ein wenig ‘stumpf’ darin aus, was aber nur auf die Nichtfiltration hinweist. Üppig schmiert der Wein an der Wand ab und hinterlässt einen schönen Film darauf.

9. Juni 2012 | 0 Kommentare ...alles

Blaufränkisch ‘Szapary’ 2009

Wein für Zuhörer.

Kein Wein für zwischendurch oder für ‘einfach so’. Ein Blaufränkisch für den grossen Anspruch, mit Persönlichkeit und Intellekt.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Unverkennbar mit der abstrakten Grafik auf dem Etikett steht die Burgunderflasche hier am ‘Tisch der Wahrheit’. Dunkelrot ist der grosse ‘Tropfen’ und der Name auf dem weissen Stück Papier und in silber die Rebsorte aufgebracht. In schwarz wie üblich schiefer auf dem Etikett. Der Rest steht wie gehabt am schwarzen Rückenetikett. Mit allem was man wissen muss und soll. Besonders hervorgehoben soll dabei sein, der Wein ist unfiltriert.

Im Glas: Nach einer Stunde Luftaufnahme kommt der Szapary ins Glas. Dort steht er dicht und in dunklem granatrot mit violetten Reflexen und zieht einen vollflächigen Film über die Glaswand.

In der Nase: Es riecht würzig aus dem Kelch, gehaltvoll legt sich der Duft an den Nasenwänden an und bleibt lange haften. Es ist ein untypisches Blaufränkisch-Bukett, es riecht anders. Sogar ein feiner Anflug von Orangenschale umweht die Nase. Kirschfrucht kommt ‘von hinten’ und insgesamt duftet es intensiv und aromatisch.

8. Juni 2012 | 0 Kommentare ...alles

weisser schiefer ‘s’ 2008

Verrucht, verraucht und opulent.

Ein Wein der süchtig macht in jeder Hinsicht. Frisch, saftig und von einer Cremigkeit die schwer beeindruckt. Zaubertropfen für Leckermäuler.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Die Flasche steht also vor uns und auf ihr das Etikett im typischen ‘Schiefer-Stil’ gehalten. Einzig die Intensität ist fast vollständig zurück genommen und der Druck sieht aus als wäre er Makulatur. Blass, ausgewaschen und jegliche Farbe verloren. Für Interpretationen und Phantasien jedenfalls genug Platz und so lassen wir auch unserer freien Lauf. Am Ende sind wir überzeugt, dass Uwe Schiefer das genau so gewollt hat.

Im Glas: Eingeschenkt zeigt sich der ‘s’ in einem satten, saftigen goldgelb. Die Farbe sieht sehr üppig aus und die Kirchenfenster laufen wie ein Ölfilm an der Glaswand ab.

In der Nase: In der Nase duftet es ebenso saftig wie würzig und ich persönlich bin nach meinem Erlebnis mit dem gleichnamigen Landwein nicht im Geringsten von diesem Bukett überrascht. Es riecht fruchtig gelb, mit einer morbiden würzigen Note dazu. Man denkt an überreife Birnen und Bananen welche kurz vorm ‘kippen’ sind. Es duftet so konzentriert saftig im Glas, dass man unweigerlich reinbeissen will. Die rauchige Würze unterfüttert das Ganze und lässt es exotisch, verrucht (kein Schreibfehler) und komplex opulent erscheinen. Ein Bukett für ‘Schnüffler’.

6. April 2012 | 0 Kommentare ...alles

Merlot ‘m’ 2009 – Uwe Schiefer

Ein sanfter Riese.

Mundkino für Freunde gehaltvoller Weine. Ein Merlot der mit Mineralik und Kühle überrascht.

Winzer/Weingut: Uwe Schiefer, Welgersdorf im Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von eisenhaltigen Lehm- und Schiefer, sowie Quarz- und Schotterböden der burgenländischen Eisenberg-Region.

Flasche/Etikett: Dickwandig und schwer ist die Bordeauxflasche auf der das ausdrucksstarke Etikett klebt. Mystisch in dunklem violett und schwarz gehalten, mit einem leichten Silberstreif gibt diese Grafik nach wie vor Rätsel auf was damit dargestellt werden soll. Wir sind dem Geheimnis aber auf der Spur. Am weissen Rest des Stück Papiers der Name schiefer und die Weinbezeichnung ebenfalls in silber. Eindrucksvolles Design.

Im Glas: In dunklem brombeerrot mit Spuren von violett steht der Merlot im Glas und überrascht beim Blick hinein mit relativer Klarheit. Nichts was an die üblichen dicken, fetten und undurchsichtigen Sossen erinnert. Dieser lässt trotz seiner dichten Farbe tief blicken.

5. April 2012 | 0 Kommentare ...alles

‘Florian’ Cuvée 2009

Tango & Temperament.

Eine Cuvée die rassig, feurig und mit jeder Menge Temperament gesegnet ist. So schmeckt Tango auf der Zunge.

Winzer/Weingut: Weingut Draxler, Haschendorf, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von unterschiedlichen Weingärten und wechselnden Böden rund um und in Neckenmarkt im Burgenland.

Flasche/Etikett: Das Etikett wie üblich in perfekter Weise dem Corporate Design folgend, weiss mit dem roten Siegel drauf und sonst nur noch der Name der Cuvée. Minimalistisch wie immer, einprägsam und mit hilfreicher Information am Rückenetikett. Dort steht auch zu lesen, dass der Wein am besten 2017 zu geniessen ist. Was insoferne Pech für ‘ihn’ bedeutet, da er heute bereits dran ist und Pech für uns, da wir nicht solange warten können um Ihnen diesen Genuss näherbringen zu können. Also erzählen wir Ihnen heute wie er heute schmeckt und hoffen ein paar Fläschchen zu ergattern, um Sie im Lauf der nächsten Jahre über seine Entwicklung am Laufenden halten zu können.

Drei Stunden haben wir eingeplant um ‘Florian’ Luft holen zu lassen. Nach zwei Stunden wird der Wein dann ‘angetrunken’ um zu sehen wie weit er ist und wohin er sich in den nächsten Stunden entwickeln wird.

11. Februar 2012 | 0 Kommentare ...alles