Tariquet ‘Classic’ 2010 Côtes de Gascogne

| 12. November 2011 | 0 Kommentare ...alles

Zwischen den Meeren geboren.

Ein Wein der zwischen den Meeren geboren ist und seinen ‘Ursprung’ in der französischen Gascogne hat. Ein ‘junger Wilder’, mit Raffinesse und Klasse.

Winzer/Weingut: Domaine du Tariquet, P. Grassa Fille & Fils aus Eauze im Départment Gers, Frankreich.

Lage/Herkunft: Aus Eauze im Départment Gers, in der Gascogne im Südwesten Frankreichs. Zwischen den Pyrenäen und dem Golf von Biskaya im Atlantischen Ozean gelegen.

Flasche/Etikett: Auf der Bordeauxflasche ein Etikett, das französischer nicht sein könnte. Mit ansprechender Typographie gestaltet zeigt es in der Mitte das Chateau Tariquet im Stil eines alten Stichs, stimmungsvoll und einladend. Der Name in ‘Handschrift’-ähnlicher Typo prominent platziert und auf dem Rückenetikett der Hinweis Für Veganer geeignet.

Im Glas: Ein sehr helles Gelb strahlt aus dem Glas und lässt einen bereits eine animierende Frische erahnen.

In der Nase: Es duftet nach Zitrusfrüchten, Litschis und anderen exotischen Früchten. Sehr charmant und fein gleiten die Aromen die Nase hoch und setzen sich dort fest. Eine angenehme Fruchtigkeit zeigt sich selbstbewusst und präsentiert sich knackig-frisch und exotisch-fruchtig. Auf den ersten ‘Riecher’ ähnlich einem jungen Sauvignon Blanc, doch es ist keiner. Auf jeden Fall sehr intensiv und fruchtig. Und vor allem frisch.

Im Mund: Im Mund zeigt der ‘Classic’ sofort worum es ihm geht. Mit fester Säure zischt er die Zunge entlang und weht eine Trockenheit über den Gaumen, die faszinierend fruchtig ist. Die Cuvée aus Ugni-Blanc und Colombard ist knackig-knusprig, unheimlich frisch und animierend. Zwischen die Früchte und den trockenen ‘Biss’ mischt sich eine leicht salzige Note. Das Meer lässt grüssen. Nachdem Gers, die Herkunft des ‘Classic’, ziemlich in der Mitte zwischen dem zum Atlantik gehörenden Golf von Biskaya und dem Mittelmeer liegt, kann man nicht genau feststellen von welchem die salzige Note stammt (kleiner Scherz). Ich tippe trotzdem auf den Atlantik.

Der Wein ist alles andere als gehaltvoll oder voluminös; er ist ein leichter und verspielter Sommerwein, der es versteht sich richtig stark und mit Nachdruck bemerkbar zu machen. Nicht zuletzt dank seines attraktiven Säurespiels und seiner kühlen Frische ist der Tropfen eine äusserst erfrischende Angelegenheit und erfreut Nase und Gaumen gleichermaßen.

Resümee: Auch wenn der Sommer längst vorbei ist, macht der ‘Classic’ tollen Spass an sonnigen Wintertagen. Am besten zu Meeresfrüchten, Muscheln oder einfach als frisch-frechen Aperitiv genossen. Aber auch zu kaltem Braten oder leichten Pasteten macht der ‘Gascogner’ allerbeste Figur. Mit seinen bescheidenen 11% kann man sich auch ohne auf die Uhr zu sehen ein zwei Gläschen zwischendurch genehmigen, ohne lange nachdenken zu müssen. Richtig temperiert zischt das ‘Musketier’ einfach so die Kehle runter. D’Artagnan hätte seine Freude mit diesem Wein gehabt.

Tipp: Unbedingt gut gekühlt servieren. Flasche aufmachen, einschenken und mit Freunden geniessen. Solo oder mit ‘Beilage’. Ganz wie es einem passt.

Einen ausführlichen Bericht über den Classic 2010 lesen Sie auch hier.

Verkostet wurde ein Classic 2010 von der Domaine du Tariquet aus Gers in der Gascogne.

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Kategorie: Domaine du Tariquet, Verkostet

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