Tariquet ‘Chardonnay’ 2009

| 30. November 2011 | 0 Kommentare ...alles

Ein Charmeur der feinen Sorte.

Diesem Charmeur wird nachgesagt besonders sanft und schmeichelhaft zu sein. Er konnte sein Versprechen halten und mit ‘Stil und Etikette’ überzeugen.

Winzer/Weingut: Domaine du Tariquet, P. Grassa Fille & Fils aus Eauze im Départment Gers, Frankreich.

Lage/Herkunft: Aus Eauze im Départment Gers, in der Gascogne im Südwesten Frankreichs. Zwischen den Pyrenäen und dem Golf von Biskaya im Atlantischen Ozean gelegen.

Flasche/Etikett: Ein klar strukturiertes und Frische versprühendes Etikett ziert die klassische Burgunderflasche. Cremig gelbe und taubengraue Streifen sorgen für ein sanftes, stimmiges Erscheinungsbild. Nur unterbrochen mit einem weissen Feld für die Präsentation der Domaine. Auf der Rückseite auch hier der Vermerk Für Veganer geeignet.

Im Glas:Im Glas steht ein straffer Wein der einen sehr fülligen Eindruck vermittelt. Ein festes Gelb funkelt fröhlich aus dem Kelch und hinterlässt fette Schlieren an der Glaswand.

In der Nase: Aus dem Glas duftet es herrlich angenehm und doch verhalten nach frischem Obst, wie Birnen und auch Zitrusfrüchten. Sehr geschmeidig in der Nase und nicht übertrieben laut. Es riecht blumig aber auch etwas buttrig. Insgesamt ist das Bukett äusserst stimmig, rund und vornehm. Im Hintergrund macht sich eine leichte zitronige Frische bermerkbar.

Im Mund: Im Mund zeigt sich der Chardonnay mit einer knackigen Frische die einem Lust auf mehr macht. Nicht zu voluminös, gut ausbalanciert und mit einem schönen vollen Körper nimmt man das stimmige Aromenspiel wahr. Der Wein wirkt delikat und animiert einen dazu ihn geschmacklich eingehend zu erforschen. Der Chardonnay wartet mit einer Komplexität auf die überrascht. Er zeigt mehr als man gewohnt ist und gibt etwas vanilliges auf der Zunge frei. Er schmeckt opulenter ohne füllig zu wirken und die Aromen von frischem Butterkeks lassen ihn geschmeidig wirken. Eine feine Säure macht ihn frisch und das buttrige verleiht ihm einen vollen Körper. Die knappen 6 g Restsüsse machen sich so gut wie nicht bemerkbar und auch was die Säure angeht muss man sich nicht den Kopf zerbrechen.

Der Chardonnay ist trocken und wirkt irgendwie luftig im Mund, wie eine Brise die über die Zunge weht und gleich wieder verschwindet. Er tritt weich im Mund auf und füllt den Mund mit einer Sanftheit die gewöhnungsbedürftig ist.

Resümee: Was diesen Chardonnay so interessant macht, ist seine Cremigkeit sowie sein eigenwilliger Abgang. Ein wenig wie geröstetes Brot, gepaart mit einer feinen Frucht macht ihn so komplex wie eigenständig. Ein Wein der für Überraschung sorgt und den man gerne öfter ‘untersucht’. Es ist bereits der dritte Wein aus dem Hause Tariquet und auch dieser zeichnet sich durch eine ganz vornehme Weichheit aus. Diesen Chardonnay erkennt man mit Sicherheit unter zahlreichen anderen problemlos wieder. Und genau das macht ihn so interessant. Ein Wein der eigenständiges Profil und einen hohen Wiedererkennungswert hat. Seine 12,5% machen ihn noch dazu zu einem erfrischend leichten Wein, der sich auch schon mal ganz ohne speziellen Anlass locker weg trinken lässt ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Tipp: Unbedingt leicht gekühlt geniessen. So kommt seine fruchtige Cremigkeit am besten zum Vorschein. Einschenken und Freude haben.

Einen ausführlichen Bericht über diesen Chardonnay lesen Sie auch hier.

Verkostet wurde ein Chardonnay 2009 von der Domaine du Tariquet aus Gers in der Gascogne.

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Kategorie: Domaine du Tariquet, Verkostet

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