Rosé ‘Fusion’ 2010 – Sven Leiner

| 8. September 2011 | 0 Kommentare ...alles

Fusion von Jugend und Tradition.

Fusionen können manchmal tatsächlich auch befruchtend sein. Wie sehr, das beweist der Pfälzer Jungwinzer Sven Leiner eindrucksvoll.

Winzer/Weingut: Sven Leiner, Ilbesheim, Pfalz, Deutschland.

Lage/Herkunft: Die ‘Fusion’ stammt aus Ilbesheim im Kreis “Südliche Weinstrasse” in der Pfalz in Deutschland.

Flasche/Etikett: Ein knalloranges Etikett ziert die Flasche und nichts weiter als der Name Fusion steht drauf. Kein Buchstabe mehr, nichts, nada. Besser kann man ein Produkt nicht auf den Punkt bringen. Einzig die Typo lässt “Bewegung und Dynamik” erahnen. Eine optisch äusserst intensive und wirksame Erscheinung. Auch deutsches Design kann schön sein. Der Impact passt und wer mehr wissen will kann sich am Rückenetikett weiterbilden.

Im Glas: Im Glas dann ebenso eine dichte, aber sehr klare Farbe. Wunderschön erdbeerfarben gewährt der Wein tiefe Einblicke. Beim schwenken perlt der Wein leicht und man kann die Frische die sich den Weg an die Oberfläche sucht bereits riechen.

In der Nase: In der Nase macht sich eine sehr animierende Frische breit und man vernimmt ein tolles zitrusfruchtiges Bukett. Gepaart mit Gewürznoten eine wunderbare Kombination. Die ‘Fusion’ erweckt den Eindruck als hätten sich hier die perfekten Teamplayer zusammen gefunden.

Im Mund: Kaum den ersten Schluck im Mund macht sich sofort die frische Säure richtig frech bemerkbar. Zitrusfrüchte erkämpfen sich die Führungsposition und lassen keinen Zweifel aufkommen wer hier das Kommando hat. Am Gaumen macht sich sogar eine ganz leichte Süsse bemerkbar die in ebensolchen filigranen und zurückhaltenden Gerbstoffen eingebunden ist. Total vereinnahmend und fordernd setzt sich der Wein im Mund fest.

Am Gaumen pulsiert die ‘Fusion’ fröhlich vor sich hin und fast hat man das Gefühl sich im Film “The Saint” wieder zu finden. So kalt und frisch ist auch diese Fusion. Nur dass es hier um Rebsorten geht, die leider auch nicht gratis für die Welt bestimmt sind. Es perlt, es zischt und es rockt auf der Zunge und der gute Tropfen macht keine Anstalten sich beruhigen zu wollen. Kraftvoll und würzig breitet er sich aus und die Säure spielt die “Erste Geige”. Ein wahres Konzert der lauten Töne ohne dabei Lärm zu machen. Ein richtig süffiger und gradliniger Tropfen dem es merkbar Spass macht sich seinen Weg über den Gaumen zu suchen.

Resümee: Eine aussergewöhnliche Cuvée aus Tempranillo, Cabernet Sauvignon und Spätburgunder. Der Wein ist sicher nichts für Leute mit Säure-Problemen. Wer aber auf Weine mit Biss und Würze steht, der hat mit der ‘Fusion’ einen tollen Spielkameraden. Gerade jetzt wo der Sommer noch da ist, lindert Sven Leiners Rosé so manchen heissen Tag perfekt. Mit 6,50 € noch dazu um einen Preis der fast schon unanständig ist. “Fusion genehmigt”!

Tipp: Auf 8-10ºC Trinktemperatur bringen und dann einfach ab ins Glas und mit Freude geniessen.

Einen ausführlichen Bericht über den Rosé Fusion lesen Sie auch hier.

Verkostet wurde ein Rosé ‘Fusion’ 2010 von Sven Leiner aus der Pfalz in Deutschland.

Tags: , , , , ,

Kategorie: Verkostet

Ihr Kommentar