Verkostet

Zweigelt 2010 von Weinhäusel

Rassiges Temperament und wilde Jugend.

Ein Zweigelt der noch jung ist und sich entsprechend wild und rassig zeigt. Hat alles was er braucht und muss nur noch ‘erwachsen’ werden.

Winzer/Weingut: Weingut Christian Weinhäusel, Neckenmarkt/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Dieser Zweigelt kommt aus Neckenmarkt im sogenannten ‘Blaufränkischland’ im Mittelburgenland.

Flasche/Etikett: Auch bei diesem Wein das Etikett nicht auf Papier, sondern auf Folie gedruckt. In Hochglanz und verchromt. Farblich dem Corporate Design folgend in dunklem Weinrot gehalten und mit einer Chrom-Bordüre abgeschlossen.

Im Glas: Ein schönes Rubinrot zeigt sich im Glas. Nicht so dicht wie beim 2009er Zweigelt aber doch auch fest und kraftvoll. Granatrote Ränder blitzen auf und ergeben ein schönes Farbenspiel.

In der Nase: In der Nase tummeln sich frische Kirschen und Weichseln um die Wette. Viel Frucht, kombiniert mit einer feinen Würze strömt aus dem Glas. Nicht so intensiv wie der 2009er duftet es kühler und filigraner. Sehr feines Bukett ohne aufdringlich zu sein.

11. November 2011 | 2 Kommentare ...alles

Zweigelt 2009 von Weinhäusel

Fruchtig-frisches aus dem Mittelburgenland.

Ein grundsolider Zweigelt, der jeden Tag und zu jeden Anlass gute Figur macht. Ehrlich, erdverbunden und herrlich süffig.

Winzer/Weingut: Weingut Christian Weinhäusel, Neckenmarkt/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Dieser Zweigelt kommt aus Neckenmarkt im sogenannten ‘Blaufränkischland’ im Mittelburgenland.

Flasche/Etikett: Wie schon bei den Blaufränkisch-Weinen auch diese Etiketten nicht auf Papier, sondern auf Folie. In Hochglanz und verchromt. Farblich dem Corporate Design folgend in dunklem Weinrot gehalten und mit einer Chrom-Bordüre abgeschlossen. Eindeutig anders als Herkömmliches.

Im Glas: Im Glas vollkommen blickdicht ein tiefdunkles Purpurrot. An den Rändern violett mir kirschfarbenen Reflexen. Sehr tiefgründig und mit schönen Schlieren an der Glaswand.

In der Nase: Das Bukett verströmt den Duft von Kirschen und ist trotz seiner Fruchtigkeit auch herzerfrischend würzig. Sehr intensiv steigen die reifen Aromen die Nase hoch und lassen entsprechend Vorfreude auf den Wein aufkommen.

6. November 2011 | 0 Kommentare ...alles

HEIDA ‘perle des vins alpins’ 2009

Vom höchsten Weinberg Europas.

Wenn zwei Frauen sich an Wein ‘ran machen’ kann dabei trotzdem ein Wein für richtige Männer heraus kommen. Diese beiden Damen zeigen eindrucksvoll wie das geht.

Winzer/Weingut: Madeleine Gay ‘Collection Chandra Kurt’, Wallis, Schweiz.

Lage/Herkunft: In Visperterminen auf bis zu 1150 Metern Höhe. Der höchst gelegene Weinberg Europas im schweizerischen Wallis.

Flasche/Etikett: Auf der stilvollen Sachsenkeule gleich einmal der dezente Hinweis ‘Limitierte Produktion’ am Etikett und somit klar gemacht, dass es sich um was Besonderes handelt.

Auch sonst ist das Etikett mehr als aussergewöhnlich. Wie eine offizielle Urkunde prangt ein hohes Stück auf alt getrimmtes Papier auf der Flasche. Passend zur braunen Flasche ein farblich perfekt abgestimmtes Etikett. In Grossbuchstaben HEIDA oben, wie ‘gestempelt’ und ebenso das offizielle Herkunftssiegel mit Jahrgang und Lage.

Ein Foto von der Arbeit im Weinberg und die Geschichte über diesen Wein in Kurzform aufgedruckt. Ein Etikett das Leben versprüht.

Im Glas: Nach einer guten Stunde in der Karaffe wurde der HEIDA dann ins Glas ‘verfrachtet’. Dort schimmert es grünlich-gelb und die Konsistenz des Weins wirkt dicht und satt. Man kann es sogar als etwas dickflüssig bezeichnen. Das Glas wird von dicken Kirchenfenstern benetzt die nur langsam wieder abfliessen. Hier bahnt sich etwas Aufregendes an.

1. November 2011 | 0 Kommentare ...alles

‘La Courtade’ Côtes de Provençe blanc

Das ganze Meer in einem Glas.

Ein Wein der augenblicklich in die Provençe entführt. Der den Duft des Meeres verströmt und einen verzaubert. Ein Wein für wahre Kenner und Geniesser.

Winzer/Weingut: Richard Auther, ‘Domaine de la Courtade’, Porquerolles bei Hyères, Frankreich.

Lage/Herkunft: Provençe. Aus dem Naturschutzgebiet der Insel Porquerolles bei Hyères. Die Insel liegt etwas vor der Côte d’Azur.

Flasche/Etikett: Ein stilvolles Etikett auf der eleganten Flasche lässt auf einen ebenso tollen Wein hoffen. Eine stilisierte Amphore deutet geschichtlichen Hintergrund an und die Typographie ist ebenso stilvoll elegant gewählt. Oben die Illustration, in der Mitte der Name des Weines und unten die Herkunft. Dazwischen allgemeine Informationen.

Im Glas: Nach einer Stunde in der Karaffe kommt ‘La Courtade’ ins Glas. Ein strahlendes Gelb zeigt sich von seiner intensivsten Seite und klebt sich an der Wand an. Es funkelt und glänzt förmlich im Glas und lässt die Vorfreude auf den ersten Schluck steigen. Leicht grünliche Reflexe blitzen frech auf.

In der Nase: Wenn man die Nase ins Glas steckt kommt einem der Geruch des Meeres entgegen. So riecht es am Strand; nach Mineralien, nach Salz, nach Côte d’Azur. Das Bukett entführt mich sofort an die französische Küste und weckt Erinnerungen. Einerseits riecht es fruchtig-aromatisch und kühl, fast frisch, andererseits vernimmt man eine gewisse Würze in der Nase die irgendwie üppig und trotzdem filigran wirkt. Ein wahres Geruchserlebnis das seinesgleichen suchen muss. Einzigartig, bin ich mir ziemlich sicher.

31. Oktober 2011 | 0 Kommentare ...alles

‘La Mailloche’ Arbois 2006

Nicht von dieser Welt.

Ein Chardonnay der untypischer nicht sein kann und eine echte Herausforderung für jeden Weinfreund mit Abenteuerlust darstellt.

Winzer/Weingut: Stéphane Tissot, Montigny-les-Arsures, Jura, Frankreich.

Lage/Herkunft: Der ‘La Mailloche’ stammt von einer Parzelle alter und junger Reben von den Hügeln rund um Arbois, im Herzen des französischen Jura.

Flasche/Etikett: Die eigenwillige Form der Flasche erfreut das an die übliche Einheitsoptik gewöhnte Auge. Am Flaschenhals die Herkunft aufgeprägt, klebt auf der nach unten hin schlanker werden Flasche ein grafisch ansprechendes Etikett mit einer stilisierten Weinpresse. Der Name des Weines und des Winzers vorne, der Rest an Information am Rückenetikett. Klar und einprägsam, ein echter Aufputz.

Im Glas: Bevor der Wein ins Glas kam wurde er in die Karaffe umgefüllt und für eine Stunde stehen gelassen. Schon hier die erste Überraschung. Der Wein perlt. Ganz ganz fein, wie feinster Champagner. Unglaublich schön anzusehen. Nach nicht ganz einer Stunde wird aufgrund mangelnder Geduld eingeschenkt. Im Glas dann, wie schon in der Karaffe, strahlendes flüssiges Gold. So tief und dicht und intensiv, dass man darin abtauchen möchte.

29. Oktober 2011 | 0 Kommentare ...alles

‘ClanDestino’ 2004 Brunello di Montalcino

Nicht heimlich aber trotzdem schicksalhaft.

Ein Wortspiel als Grundlage für einen aussergewöhnlich Brunello di Montalcino. Keine Spur von Geheimniskrämerei, vielmehr eine schicksalhafte Begegnung.

Winzer/Weingut: Gamon u. Hernández, PININO, Montalcino, Italien.

Lage/Herkunft: Im Norden der Stadt Montalcino in der Toskana, eingebettet in der Hügellandschaft von Montosoli.

Flasche/Etikett: Nobel in Schale geworfen, mit einem silbernen Etikett. Das Wappen des Weinguts prangt in orange am Kopf und die Typographie ist teilweise hochgeprägt und partiell lackiert. So edel dies auch ist, so ein Alptraum ist es für jeden Drucker. Wer einmal bei so einer ‘Fitzelei’ dabei war, der weiss wovon die Rede ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Im Glas: Ein intensives, dunkles Rubinrot zeigt sich im Glas. Es tendiert fast in ein bräunliches Karminrot. Sehr schön an den Rändern und an der Glaswand feste Schlieren.

In der Nase: Ein aussergewöhnlicher Duft. Einfach ‘fascinoso’. Umwerfend intensiv, expressiv. Hier strömt 100% Sangiovese aus dem Glas, unterlegt von einer rauchigen Note dringen die Aromen die Nasenflügel hoch und brennen sich förmlich ein. Dazwischen saftige, reife Weichseln und warmes Holz. Eine feine Würze am Ende. Ein sehr animierender und betörender Duft. Das Bukett des ‘ClanDestino’ ist komplex und man riecht neben all dem auch Vanilliges.

24. Oktober 2011 | 0 Kommentare ...alles

Blaufränkisch 2009 ‘Mittelburgenland DAC’

Blaufränkisch bis zum Flaschenboden.

Ein sortenreiner, exzellenter Blaufränkisch für jeden Tag und jeden Anlass aus dem berühmten ‘Blaufränkischland’.

Winzer/Weingut: Weingut Christian Weinhäusel, Neckenmarkt/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Dieser Blaufränkisch kommt aus Neckenmarkt im sogenannten ‘Blaufränkischland’ im Mittelburgenland.

Flasche/Etikett: Nicht auf Papier gedruckt, sondern auf Folie. In Hochglanz und statt ‘normaler’ Silberfarbe richtig verchromt. Sieht sehr technisch aus und hätte ich nicht auf einer Flasche Wein erwartet. Aber man lernt nie aus. Farblich in dunklem Weinrot gehalten und mit einer Chrom-Bordüre abgeschlossen. Eigenwillig und gewöhnungsbedürftig.

Im Glas: Strahlendes kirschrot im Glas. Dunkel, aber trotzdem sieht man noch fast bis auf den Grund des Glases. An der Glaswand setzen sich Schlieren fest und kündigen einen gehaltvollen Wein an.

In der Nase: In der Nase ist der Blaufränkisch warm, harmonisch und weich. Ein sehr wohltuendes Bukett, fast ätherisch, sehr fein. Kein Fruchtgebrüll sondern vornehme Zurückhaltung. Eine leichte Würze macht sich bemerkbar. Äusserst angenehm und stimmig.

16. Oktober 2011 | 0 Kommentare ...alles