La Vieille Ferme Red AOC Côtes du Ventoux 2010

| 13. August 2011 | 0 Kommentare ...alles

Von Hähnen und Hennen.

Frisch, locker, unkonventionell und etwas “schräg”. Nichts für Traditionalisten, vielmehr ein Wein für Leute die gerne auch einmal “ein Tänzchen wagen”.

Winzer/Weingut: Thomas Perrin, Perrin et Fils, ‘Château de Beaucastel’ in Courthezon, Frankreich.

Lage/Herkunft: Vom Weinbaugebiet Côtes du Ventoux im südlichen Teil der Weinbauregion Rhône, sowie aus Rhône-Luberon.

Flasche/Etikett: Wie bereits erwähnt, setzt sich die gewisse “Verrücktheit” auch auf dem Etikett fort. Hahn und Henne, irgendwie typisch französisch und richtig klischeeartig, kommunizieren eine leicht nach unten revidierte “Ernsthaftigkeit”.

Perfekt eingesetzte Typographie unterstreicht das was da kommen mag und wer beim Anblick des Etiketts an einen Bauernhof denkt, der liegt so falsch nicht. Esprit & Witz sind dann auch die Attribute dieses Weins.

Im Glas: Ein leuchtendes rot, an Kirschen erinnernd füllt das Glas und wer seine Nase in selbiges steckt, dem strömen lebendige Fruchtigkeit und eine gewisse Überschwänglichkeit entgegen.

In der Nase: Trotz der lebhaften Fruchtaromen von Erdbeeren, machen sich auch die typischen Kräuternoten breit ohne jedoch die Kontrolle zu übernehmen. Es scheint, als wollen sie den “Eifer” der Frucht ein wenig bremsen und in Zaum halten.

Im Mund: Anzumerken ist, dass der 2009er direkt aus der Flasche “verwertet” und mit zunehmender Luftaufnahme runder, süffiger und schmeichelhafter wurde. Aus diesem Grund habe ich den 2010er diesmal einer leichten “Kühlung” zugeführt und für zwanzig Minuten in eine Karaffe für junge Rotweine umgefüllt um ihm entsprechend Luft zu geben. Das erste Glas, direkt aus der Flasche, bekommt ein paar Minuten Zeit zu “atmen” und präsentiert sich in Folge zwar noch ein wenig kantig aber schon recht süffig. Ecken und Kanten streiten sich noch irgendwie um die Vorfahrt. Man kann jedoch bereits erahnen wie gut Luft diesem Tropfen tun wird.

Der Wein der nach der Belüftung ins Glas kommt ist dann wie vermutet. Man ist “auf einen Nenner gekommen” und vermag sich trotz aller jugendlichen Überaktivität zivilisiert zu benehmen und jeder Eigenheit ihren Auftritt zu überlassen. Etwas Luft tut jedem gut und so ist es auch diesem Tropfen förderlich ihn einmal ein wenig “abkühlen” zu lassen. Frucht und Säure toll ausbalanciert und eine wahres Geschmacksfeuerwerk im Mund, lassen auch den 2010er zu einem tollen Alltagswein werden.

Resümee: Alles in allem ein ausgezeichneter, leichter und frischer Wein für jeden Tag. Der Côtes du Ventoux aus 50% Grenache, 20% Syrah, 15% Carignan und 15% Cinsault ist ein Wein der einen schnell und leicht faszinieren kann. Ich persönlich liebe auch diesen Jahrgang und bin nach wie vor ein absoluter Fan von diesem “schrägen” Franzosen. Ich kann weder von seiner Nase noch von seinem Geschmack genug bekommen. Einfach lecker, ein echtes Erlebnis. Für mich hat er sogar ein gewisses Kultpotential. Den Preis von € 5,86 ist er absolut wert und ein, zwei Kisten dieses “Verrückten” reissen keine Löcher ins Budget. Unbedingt probieren und sich diesem Côtes du Ventoux enstpannt und genussvoll hingeben.

Tipp: Den Wein im Sommer um 1-2º kühler servieren und geniessen.

Einen ausführlichen Bericht über den La Vieille Ferme lesen Sie auch hier.

Verkostet wurde ein La Vieille Ferme Red AOC Côtes du Ventoux 2010 von Perrin et Fils, Frankreich .

Alle die noch mehr über diesen Wein erfahren wollen, können im Video (in englisch) mehr erfahren. Viel Spass mit Thomas Perrin und seinem verrückten “La Vieille Ferme”.

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Kategorie: Verkostet

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