Crémant de Bourgogne ‘Rose’ Brut

| 2. Februar 2013 | 0 Kommentare ...alles

Spitzenblubber zum Spartarif.

Champagner-Alternative zum Spartarif, ohne auf höchste Qualität verzichten zu müssen. Macht zu jedem Anlass und zu jeder Zeit beste Figur.

Winzer/Weingut: Parigot & Richard, Savigny-les-Beaune, Frankreich.

Lage/Herkunft: Von Weinbergen aus dem Herzen der Côte de Beaune.

Parigot Flasche/Etikett: Elegant ist die Erscheinung der Flasche aus der es beeindruckend lachsfarben heraus schimmert. Auf ihr klebt ein Etikett das aus einer Form gestanzt wurde und deshalb wirkt als würden es zwei sein. Ein Teil in hellem silber mit Parigot in elegant geschwungener Schrift darauf und im anderen, leicht goldenen Teil Rosé eingedruckt. Beide Farben passen wunderbar zum strahlenden Inhalt und liefern ein stimmiges Erscheinungsbild.

Am Rückenetikett sowohl in französisch wie auch in englisch alles Wissenswerte über Weingut, Herstellungsmethode und den Sprudel an sich. Wie üblich lassen wir die Champagnergläser eingepackt, entscheiden uns bei diesem Crémant bewusst gegen das Weissweinglas und nehmen für den Sprudel das höhere, dafür aber schlankere Burgunderglas.

Im Glas: In intensivem lachsrosa, fast wie Himbeerwasser, steht der Parigot im Glas und es perlt äusserst leise drin.

In der Nase: Es duftet sehr verhalten und fein aus dem Glas heraus, leicht fruchtig in der Nase, ein wenig erdbeerig, insgesamt aber sehr komplex trotz seiner relativen Verhaltenheit. Am ehesten empfindet man den Duft so als würde ein Korb von Erdbeeren und Himbeeren durch den Raum getragen von dem man gerade noch einen letzten leisen Hauch erhascht, bevor er wieder aus dem Zimmer verschwindet. Sehr fein, sehr vornehm, sehr leise und elegant.

Im Mund: Im Mund präsentiert sich der Crémant als wahrer Freudenspender. Frisch, herrlich trocken und mit feinster Perlage massiert er die Zunge förmlich mit seinen fruchtigen Aromen ein. Es fühlt sich unheimlich frisch an, man spürt den Sprudel aktiv arbeiten ohne dass er dabei nervig ist und trotz seines ‘Lebens’ fühlt er sich mild und weich an. Nimmt er seinen Weg in Richtung Rachen, so entweicht ihm am Gaumen fast so etwas wie feine Säure welche sich mit ein wenig Frucht vermischt zu einem schaurig sauersüssem Aufblitzen in positivstem Sinne vermengt. Frech wirkt das am Gaumen, die Zunge hakt nach weil sie auch noch mehr davon will und am Ende bleibt man trocken, aber glücklich übrig und freut sich auf den nächsten Schluck.

Mit seiner dichten, fast cremig wirkenden Perlage liegt der Parigot weich und leicht auf der Zunge. Lässt man ihn ein wenig länger darauf stehen, spürt man wie sich die ultrafeinen Perlen um ihre fünfzehn Sekunden Ruhm streiten und diesen auch erhalten. Leichte Erdbeer- und Himbeeraromen schmeckt man heraus und am Gaumen merkt man erst im Abgang wie trocken dieser Crémant in Wahrheit ist. Trotz allem weht ein Hauch von Fruchtigkeit dem Finale hinterher und versöhnt auf elegante Art und Weise für die fehlende ‘Fruchtsüsse’ (was für mich persönlich ein Segen ist). Der Parigot macht Spass im Mund, tänzelt frech und fröhlich auf der Zunge auf und ab, strotzt vor Lebensfreude und zischt die Kehle viel zu rasch hinunter. Den Gaumen massiert er ebenso weich und rücksichtsvoll wie er schon die Zunge kurz zuvor verwöhnt hat.

Resümee: Insgesamt fühlt es sich aufgrund seines technisch bedingten reduzierten Moussierens wesentlich weicher als Champagner an, was in diesem Fall für Verzücken sorgt. Wenn alles ‘vorbei’ ist, der Crémant seinen Weg gegangen ist und man sich schon auf den nächsten Schluck freut, erst dann ‘schmeckt’ man einer gewissen fruchtigen Beerensaftigkeit hinterher, welche sich kurz noch einmal meldet bevor sie sich in gefälliger Trockenheit auflöst. Der Crémant Rosé Brut von Parigot macht Spass, bereitet grosse Freude und beweist, dass man nicht unbedingt Champagner braucht um richtig vornehm zu geniessen. Ihn macht man auf, ihn schenkt man ein und ihn geniesst man einfach. Wozu, mit wem und wann ist nebensächlich, denn er macht garantiert zu jeder sich bietenden Gelegenheit einfach ein schlankes Bein. Champagner-Alternative zum Spartarif, ohne auf höchste Qualität verzichten zu müssen. Um 14 Euro gibt es diesen Spitzenblubber der das Zeug zum Lieblingssprudel hat.

Tipp: Geniessen Sie den Sprudel am besten bei 6-8º zu Obstschalen, zu Salaten oder auch zu Fischgerichten. Am besten als erfrischender Begleiter zu jeder Tageszeit.

Einen Bericht über den Crémant de Bourgogne Rosé lesen Sie auch hier.

Verkostet wurde ein Crémant de Bourgogne ‘Rosé’ brut von Parigot & Richard aus Savigny-les-Beaune, Frankreich. Der Wein wurde uns von der K&U Weinhalle zur Verfügung gestellt.

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Kategorie: K&U Weinhalle, Verkostet

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