Stichwort: Weinverkostung

‘Réserve del Conte’ 2010 Manincor

Wein der Lust auf mehr macht.

Unkompliziert, authentisch und mit tollem Trinkfluss ausgestattet. Alltagswein der einfach grosse Freude sowie Lust auf mehr macht.

Winzer/Weingut: Manincor, Südtirol, Italien.

Lage/Herkunft: Von den Südosthängen Manincor und Panholzerhof welche zu den wärmsten Lagen Südtirols zählen.

Flasche/Etikett: Entsprechend dem Design der ‘Hand’-Linie ziert die Burgunderflasche ein Etikett mit elegant geschwungener Schreibschrift. Über dem Namen die gräfliche Krone, ‘Réserve del Conte’ eben drunter fein geschwungen und im feinen, mit Rebblättern behangenen Oval der Jahrgang. Als Abschluss wie gehabt in Kapitalen MANINCOR.

Selbstverständlich ist auch auf diesem Etikett alles was man wissen muss genau angeführt und wie gehabt mit den Informationen zu Trinktempertaur sowie einer Glas- und Dekantierempfehlung versehen. Service zählt und so mancher nicht so ‘sattelfeste’ Weinfreund wird ob dieser Angaben erfreut sein und den Wein noch mehr geniessen können. Gerade was die Luftaufnahme bei Weinen angeht entscheidet sich hier sehr oft wie sich der Wein im Mund anfühlt und aufgrund dessen Freude macht, oder auch nicht. Hier wird informiert und das finden wir gut. Und so kommt die Réserve erstmal in den Dekanter und darf sich ein Stündchen ‘austoben’ bevor sie dann in die empfohlenen Bordeauxgläser kommt.

Im Glas: Wie ein dunkler Rubin funkelt die Réserve im Glas. Dicht, aber nicht uneinsehbar. Leichte violette Ränder zeigen sich und an der Glaswand fliesst ein schöner dichter Film ab.

24. September 2012 | 0 Kommentare ...alles

Vacqueyras ‘Les Christins’ 2010 AOC

Bombastisch rustikal.

‘Take it or leave it’ ist das Motto dieses Tropfens und wer Mitgefühl sucht, der sucht hier vergeblich. Kein Wein für Weicheier.

Winzer/Weingut: Famille Perrin, Perrin & Fils, Orange, Frankreich.

Lage/Herkunft: Von auf Lehm-und Sandböden angelegten steinigen Terrassen aus Sarrians, südlich der Dentelles de Montmirail.

Flasche/Etikett: Auf der Burgunderflasche mit dem aristokratisch wirkenden Halsetikett klebt, wie bei allen anderen ‘Lagenweinen’ von Perrin, das weisse Etikett mit dem einer kleinen Festung gleichenden Château. Im Vordergrund in Reih´ und Glied die Rebstöcke und der Name der Lage ‘Les Christins’ darunter. Selbstverständlich gross und rot die Herkunft dieses Tropfens und der Hinweis, dass es sich dabei um einen Wein aus der Appellation Vacqueyras Controlée. Ich mag diesen ‘Herkunftskult’ weil er mir irgendwie eine Landkarte der Region ins Gedächtnis ruft und mich so auf eine Art von Reise schickt.

Auch auf dieser Flasche steht am Rückenetikett ein wenig über den Wein, über die Famille Perrin und über Lage, Klima und den Boden. Kurz, prägnant und einen raschen Überblick verschaffend. Auch dieser Wein ist ein echter ‘Brummer’, drauf lassen die 14,5% schliessen. Weil wir vom Gigondas bereits wissen, dass die rustikale Art nach Luft schreit, geben wir dem Vacqueyras gleich von Beginn an 90 Minuten im Dekanter um sich auszutoben. Natürlich nicht ohne uns einen Schluck ohne grössere Luftzufuhr genehmigt zu haben. Wir wollen ja sehen ‘wo der Les Christins beginnt’ und wie er sich verändert.

16. September 2012 | 0 Kommentare ...alles

Lagrein ‘Rubatsch’ 2010 DOC

Edelstoff abseits des Massengeschmacks

Wonnetropfen der augenblicklich nach fester rustikaler Nahrung schreit. Ein Charmeur mit Profil und Eigenständigkeit.

Winzer/Weingut: Manincor, Südtirol, Italien.

Lage/Herkunft: Von den Lagen Rubatsch Terlan mit sandigem Boden und Seehof in Kaltern mit lehmigem Kalkschotter als Untergrund.

Flasche/Etikett: Mit dem gewohnt edlen Etikett steht die Burgunderflasche vor uns und zeigt durch die Schriftart an, dass der Rubatsch der Herz-Linie von Manincor angehört und somit aus den ‘Grossen Lagen’ des Weinguts stammt. In roten Kapitalen steht Lagrein auf dem Papier und unten drunter die Lage Rubatsch. Der Jahrgang von einer feinlinigen Ellipse mit angefügten Trauben und Blättern eingekreist. Zu oberst die gräfliche Krone und am Rand des Etiketts wie üblich alle Informationen zu Trinktemperatur sowie der Glas- und Dekantierempfehlung.

Weil wir der Meinung sind, dass der Rubatsch aufgrund des Jahrgangs noch zu einem ‘jungen Wein’ gezählt werden darf, kommt er für neunzig Minuten zur Belüftung in den Dekanter. Wie empfohlen packen wir die Bordeauxgläser aus und harren dem Minutenzeiger auf dass er sich ein wenig rascher bewegen möge. Wir sind gespannt was uns erwartet und freuen uns auf dieses echte Südtiroler Weinoriginal.

30. August 2012 | 0 Kommentare ...alles

Pinot Noir ‘Hugel’ 2007

Schnörkelloser Spätburgunder.

Knochentrocken, frisch und frech. So präsentiert sich der schnörkellose Elsässer Spätburgunder von seiner fruchtigsten Seite.

Winzer/Weingut: Hugel & Fils, Riquewihr, Elsass, Frankreich.

Lage/Herkunft: Von ausgesuchten lokalen, von Lehm- und Kalkstein dominierten Weingärten in und rund um Riquewihr.

Flasche/Etikett: Das Etikett das auf der schlanken Schlegelflasche klebt leuchtet, wie könnte es anders sein, in knalligem Hugelgelb von selbiger. In ebensolch knalligem rot ALSACE, die Herkunftsbezeichnung, und in grossen schwarzen Buchstaben Pinot Noir ‘Hugel’. In der Mitte wie üblich der Dreiberg, das Familienwappen der Hugels. Rot, schwarz und gelb dominieren die Etiketten aller Hugel-Weine und verleihen diesen absoluten Wiedererkennungswert.

Das Rückenetikett wie schon gewohnt in französisch mit allem drauf was wissenswert ist über diesen Wein. Zumindest dann wenn man französisch kann und auch versteht was einem dort erzählt wird. Ich verspreche in Zukunft besser in der Schule aufzupassen. Angetrunken wird der Spätburgunder direkt und ohne Belüftung, der Rest kommt für neunzig Minuten zur Sauerstoffaufnahme in den Dekanter. Wir wollen diesen Wein ‘beobachten’ wie er sich vom ersten Luftkontakt weg entwickelt und welche Veränderungen er durchmacht.

Im Glas: Ein schönes, klares und relativ helles Rubinrot steht vor uns im Glas und lädt ein ganz tief hinein zu blicken. Zum Rand hin wird es bräunlich-rot und immer heller.

7. August 2012 | 0 Kommentare ...alles

‘SINGING’ Grüner Veltliner 2011

SINGING in the summer.

Das ist die Message die dieser Grüne Veltliner quietschvergnügt hinaus posaunt. Frisch, fruchtig, unbeschwert. Weingenuss ohne Reue.

Winzer/Weingut: Laurenz Maria Moser V., LAURENZFIVE Fine Wine, Wien, Österreich.

Lage/Herkunft: Überwiegend von Löss- und Schotterböden aus dem Kremstal in Niederösterreich.

Flasche/Etikett: Wie schon die Flasche des SUNNY, ziert auch jene des SINGING wieder ein schlichtes weisses Etiektt mit gerade dem drauf was man unbedingt vorab wissen muss. Der Name des Weins und LAURENZ wieder in schwarz und, diesmal mit einem knallorangen Klecks darunter, der Name von Sophie aufgebracht. Wieder in dieser ‘kindlichen’ Handschrift die eindeutig die Jugend und die mit ihr verbundene Unbeschwertheit symbolisieren soll. Ein weiterer Unterschied ist der, dass diese Flasche eine Burgunderflasche ist, welche wie schon SUNNY mit einer knallig bunten Kopfmanschette und einem ebensolchen Drehverschluss versehen ist. Nur in dem Fall in einem satten knallorange.

Auch auf dieser Flasche klebt hinten im Stil der Vorderseite ein Etikett in schwarz und orange, ebenfalls in englisch. Wie schon erwähnt geht ein Grossteil der Kollektion in den Export weshalb ein Etikett in deutsch hier wenig Sinn machen würde. Und, auch hier, das minimalistische und gerade deshalb sehr ansprechende Design wieder von der österreichischen Designerin Cordula Alessandri aus Wien entworfen.

23. Juli 2012 | 0 Kommentare ...alles

Chiaretto del Garda D.O.C. 2011

Geheimnisvoll und überraschend.

Sommerrosé der anderen Art. Ungewöhnlich in der Komposition und noch ungewöhnlicher im Geschmack. Knochentrocken und geheimnisvoll.

Winzer/Weingut: Famiglia Olivini, Desenzano del Garda, Brescia, Italien.

Lage/Herkunft: Traubenmaterial zu 100% von eigenen Hanglagen rund um San Martino di Battaglia am südlichsten Eck des Gardasees.

Flasche/Etikett: Auch der Chiaretto del Garda steht in der grossen Burgunderflasche am ‘Tisch der Wahrheit’ und funkelt schon in all seiner Pracht aus ihr heraus. Auch dieses Etikett ist an Eleganz und Stil fast nicht zu übertreffen.

Da ist wieder dieses einfache, aber umso einprägsamere Streifendesign welches die kompette Linie der Olivini-Weine ziert. Reduziert aufs Wesentlichste, nur dieses Mal in rosa, silber und violett gehalten. Eine perfekte Farbkombination als Kontrast zum leuchtenden Rosa das die Flasche füllt. In den violetten Streifen Name, Herkunft und Status in weiss eingedruckt und fertig ist ein Etikett, welches italienischer Designerkunst Ehre macht. Alles was man sonst noch wissen will und muss steht auf dem Rückenetikett, welches dem ansprechenden Design des Hauptetiketts perfekt angepasst ist und sich nahtlos einfügt. Das erste was dann beim Öffnen auffällt ist der weisse Kunststoffkorken, der als i-Tüpfelchen den Gesamteindruck elegant komplettiert.

Im Glas: Aus dem Glas leuchtet der Chiaretto Classico wie frisches Himbeerwasser. Hell aber trotzdem satt in der Farbe und klar in der Erscheinung steht er drin.

19. Juli 2012 | 0 Kommentare ...alles

HEIDA 2010 – Die Perle der Alpinweine

Vinophiler Alpinsportler.

Schweizer Edeltropfen der selbst den grössten Couch-Potato zum alpinen Gebirgsjäger macht.

Winzer/Weingut: Madeleine Gay ‘Collection Chandra Kurt’, Wallis, Schweiz.

Lage/Herkunft: In Visperterminen auf bis zu 1150 Metern Höhe. Der höchst gelegene Weinberg Europas im schweizerischen Wallis.

Flasche/Etikett: Bekannt ist bereits das Etikett das die elegante Flasche ziert. Stilistisch und grafisch an eine alte Urkunde erinnernd, klebt ein hohes. auf alt getrimmtes Stück Papier auf ihr. Es passt perfekt zur braunen Flasche und lässt sie richtig nostalgisch ercheinen. In Grossbuchstaben steht HEIDA wie gestempelt drauf. Dazu das Siegel mit Jahrgang und Herkunft. Ein Foto von der Arbeit im Weinberg und die Geschichte über diesen Wein auf das Etikett gedruckt. Design das Heimat bildlich darstellt. Selbstverständlich auch hier der dezente Hinweis ‘Limitierte Produktion’ am Etikett.

Da wir mit dem 2009er schon die Erfahrung gemacht haben, dass er nach einer Stunde Luftzufuhr erst so richtig ‘Gas gibt’, haben wir natürlich auch dem 2010er entsprechend Sauerstoff zugeführt. Soviel Zeit muss sein und sollte ‘ausgehalten’ werden. Danach geht´s ab ins Glas mit dem Alpingeistwein.

13. Juni 2012 | 0 Kommentare ...alles