Stichwort: Spätlese

Gräfenberg 2015 Spätlese Grosse Lage

Kurz und bündig: Weltklasse

Es ist einfach obszön schön und schmackhaft so einen Wein im Mund zu haben. Das ist pure Weltklasse.

Winzer/Weingut: Robert Weil, Kiedrich, Rheingau, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von der Lage Gräfenberg mit Schieferböden.

Riesling Graefenberg 2015 Spaetlese Allgemeines: Zwei Rieslinge vom Weingut Robert Weil hatte ich ja schon, heute geht es munter weiter damit. Wie gewohnt mit einem Wein auf dessen Flasche das wohl berühmteste himmelblaue, pardon tiffanyblaue Etikett der Welt klebt. Wer es noch nicht wusste, auf den 90 ha Rebfläche welche das Weingut bewirtschaftet wird ausschließlich Riesling angebaut. Es wird rein organisch gedüngt, begrünt und auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet. So geht nachhaltiger Weinbau. Der Riesling der heute vom Weingut Robert Weil am Tisch der Wahrheit steht ist der Gräfenberg 2015 Spätlese. Neben dem Turmberg und dem Klosterberg ist der Gräfenberg die dritte Berglage des Weinguts. Diese Lage wurde erstmals im 12. Jahrhundert als “Berg des Rheingrafen” erwähnt, die Böden sind steinig und die Steigungen von bis zu 60% sind nicht wirklich für Flachlandtiger geeignet. Was mich nicht hindern soll, den Tropfen der jetzt gleich ins Glas kommt, auch ohne Seil und Pickel erfolgreich zu erobern. Also, auf geht´s in einen wunderbaren Riesling-Vormittag.

28. August 2016 | 0 Kommentare ...alles

Kestener Paulinsberg 2014 Riesling Spätlese

Zart besüsst & sehr begehrenswert

Kein anderer Stein bläst soviel wunderbaren Rauch durch die Futterluke. In diesem Fall ganz zart besüsst, was ihn richtig begehrenswert macht.

Winzer/Weingut: Günther Steinmetz, Brauneberg/Mosel, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von silbergrauem Schieferboden der Lage Kestener Paulinsberg.

Kestener Paulinsberg 2014 Riesling Spaetlese Allgemeines: Der eine vom “Berg” war ein Pinot Noir, der Kestener Paulinsberg 2012, jener der heute von Stefan Steinmetz aus Brauneberg an der Mosel am Tisch der Wahrheit steht, ist ein Riesling. Eine Spätlese. Der Wein? Vom Kestener Paulinsberg. Das ist jener Berg an der Mosel, dessen Name auf das Kollegiatstift Paulin, benannt nach dem heiligen Paulinus zurück geht. Dieser Paulinus war von 346 bis 353 Bischof von Trier und stammte aus Aquitanien. Die Kirche St. Paulin existiert noch heute. Soviel als kurze Rückführung in die Geschichte um den Paulinsberg. Die Böden am Kestener Paulinsberg sind mit silbergrauem Schiefer durchzogen und der Wein der zur Verkostung ansteht ist der Kestener Paulinsberg 2014 Riesling Spätlese. Das heisst es könnte ein etwas süsserer Vormittag werden. Wie süss der aber sein wird, dem werde ich jetzt wie gewohnt ausführlich auf den Grund gehen. Trinktemperatur passt, das Glas ist frisch poliert und der Korken bereits aus der Flasche. Auf geht´s zur Erkundungsreise.

31. März 2016 | 0 Kommentare ...alles