Stichwort: Sangiovese

‘Riecine’ Chianti Classico 2011 DOCG

Charakterkopf mit Suchtpotential.

Kein Chianti den man einfach so ‘verputzt’. Er ein ist Individualist, komplex, hat Persönlichkeit und jede Menge Charakter, den er eindrucksvoll präsentiert.

Winzer/Weingut: Riecine, Gaiole, Chianti, Italien.

Lage/Herkunft: Von Kalkmergelböden des Weinguts in Gaiole in Chianti.

Riecine Chianti Flasche/Etikett: Ein turmhohes weisses Etikett das fast die gesamte Höhe der Flasche einnimmt ziert das dunkle Gebinde. Zu oberst das Logo von Riecine, drei Bäume in weinrot und unterhalb in Grossbuchstaben der Name. Die Mitte nimmt ein Text ein auf dem ein wenig über den Gründer des Weinguts sowie dessen Anspruch und Bedeutung in Chianti erklärt. Im Hintergrund ganz zart das Weingut aufgedruckt. Unterhalb der Jahrgang mittig eingedruckt und ganz am unteren Rand Chianti Classico in geschwungener Schreibschrift. Ein sehr klassisch wirkendes Design, nichts Verspieltes, klar und elegant. Auf der weinroten Halsmanschette das offizielle Siegel angebracht als Nachweis dafür, dass es sich um einen Chianti Classico DOCG handelt. Am kleinen weissen Rückenetikett dann noch ein paar allgemeine Informationen. Und weil der Tropfen noch ein Jungspund ist darf er sich für eine halbe Stunde seine Aussenwelt aus dem Inneren der grossen Weinkaraffe ansehen.

Im Glas: Beeindruckend transparent dreht der Riecine in leuchtendem Granatrot seine Kreise im Glas.

27. April 2014 | 0 Kommentare ...alles

Baciólo 2008 Riserva

Bäuerlicher Typ mit grossem Potential.

Saftige Opulenz in fruchtig-würzigem Kostüm. Kein Weichspüler-Sangiovese, sondern wirklich ganz grosses Maremma-Kino.

Winzer/Weingut: Valdonica, Sassofortino, Maremma/Toskana, Italien.

Lage/Herkunft: Von Weingärten auf über 450 Metern Seehöhe, auf Lehm- und Sandböden des früheren Vulkans Sassoforte.

Baciolo 2008 Flasche/Etikett: Auch auf dieser Flasche klebt das streng dem Corporate Design folgende, elegante Etikett in dunkelgrau. In Silber wieder das grosse V für Valdonica, beim baciólo nun Toscana VALDONICA in zartem blassorange. Ebenso die typischen geschwungenen Linien die über das V hinweg schweben, baciólo 2008 darunter und somit ist vorne alles gesagt was wichtig ist. Was irritiert ist die Schreibweise von baciólo. Steht auf der Webseite von Valdonica ein ó, so ist es auf dem Etikett genau anders rum geschrieben, nämlich ò. Ein Rätsel am Ende der Verkostungsreihe.

Auch auf dem Rückenetikett steht wieder in zartorange der Rest an Information. Etwas über die Rebsorte, sowie auch hier wieder alles über die Reifung und dass es sich um eine Riserva handelt. Auch diese Flasche schliesst eine dunkelgraue Halsmanschette elegeant ab. Für eine halbe Stunde darf auch der baciólo in der Karaffe seine Runden drehen bevor er in die Gläser kommt.

Im Glas: Um zwei Nuancen dunkler, aber ebenso transparent und klar wie der saragio, steht der baciólo wie ein Rubin in funkelndem Granatrot im Glas.

26. März 2014 | 0 Kommentare ...alles

Saragio 2009 D.O.C. Valdonica

Geschmack und Mundgefühl auf höchstem Level.

Sangiovese vom Feinsten wie vom Ungewöhnlichsten. Einer der es perfekt schafft, Geschmack und Mundgefühl auf höchstem Level zu vereinen.

Winzer/Weingut: Valdonica, Sassofortino, Maremma/Toskana, Italien.

Lage/Herkunft: Von Weingärten auf über 450 Metern Seehöhe, auf Lehm- und Sandböden des früheren Vulkans Sassoforte.

Saragio 2009 Flasche/Etikett: Konsequent umgesetzt das Corporate Design auch auf diesem Etikett. Dunkles, elegantes grau und darauf der Grossbuchstabe V für Valdonica in glänzendem silber. Die restliche Beschriftung in hellem beige, oben wieder Toscana VALDONICA und drunter saragio D.O.C. sowie der Jahrgang. Auch die geschwungenen Linien sind in beige gehalten und damit ist die modern und elegant gestaltete Flaschenbeklebung auch schon wieder fertig.

Das ebenso dunkelgraue Rückenetikett informiert wie gehabt über alles Wesentliche. Ebenso über die Rebsorte wie über die 18-monatige Reifung in Barriquefässern. Was auffällt ist die hohe Drehzahl von 14,5 vol.%. Das deshalb, weil dieser Wert im Gegensatz zu den analytischen Angaben zahlreicher anderer Quellen um genau 1% höher und somit nicht unwesentlich ist. Sind also 13,5% oder 14,5% drin? Es wird spannend. Wie gehabt rundet auch diese Flasche eine graue Halsmanschette mit dem Schriftzug von Valdonica stilvoll ab. Für 30 Minuten darf der saragio zum Luft schnappen in die Karaffe.

Im Glas: Überraschend hell und transparent steht der saragio dann im Glas. Nicht dunkel wie man es erwartet hätte, sondern wirklich ungemein klar. Sowie das aussieht erinnert es eher an Pinot Noir denn an Sangiovese.

20. Februar 2014 | 0 Kommentare ...alles

Arnaio 2009 Valdonica

Sangiovese zum Saufen.

DER Wein zur Pasta. Jener, für den man sich einen zweiten Teller anfüllt um eine Ausrede dafür zu haben, dass die Flasche noch nicht leer ist.

Winzer/Weingut: Valdonica, Sassofortino, Maremma/Toskana, Italien.

Lage/Herkunft: Von Weingärten auf über 450 Metern Seehöhe, auf Lehm- und Sandböden des früheren Vulkans Sassoforte

Arnaio 2009 Flasche/Etikett: Wie schon das Etikett des mersino, ist auch dieses in dunklem grau gehalten, nur dass auf dem hier statt des quietschgrünen V für Valdonica eine knallorange Initiale den Ton angibt. Inklusive der geschwungenen Linien die das V umfliessen. Auch der Rest ist knallorange, Toscana VALDONICA und arnaio 2009 sind streng dem Corporate Design folgend am gleichen Platz, in der gleichen Grösse und der gleichen Anordnung wie beim mersino angebracht. Konsequet durchgezogenes Design, elegant und modern.

Am ebenso grauen Rückenetikett auch hier wieder in knallorange alle Informationen die man wissen muss vorhanden. Auch hier erfährt man wieder was in der Flasche drin ist, nämlich Sangiovese und Cabernet Sauvignon, sowie die Information, dass der Wein 18 Monate im Barrique gereift ist. Damit sich der arnaio etwas akklimatisieren kann, kommt er für eine halbe Stunde in den Dekanter um ein wenig Sauerstoff aufzunehmen.

Im Glas: Schon beim umfüllen in die Karaffe erschreckt man kurz ob dieser hellen Flüssigkeit die aus der Flasche kommt. Im Glas dann ebenso klar wie fast schon transparentes Granatrot. So durchscheinend, dass man dahinter Zeitung lesen könnte. Faszinierend.

23. Januar 2014 | 0 Kommentare ...alles

Haiku 2009 Castello di Ama

Rein, klar und edel.

Ein Wein, der in seiner Klarheit nackt und offen wie ein Buch wirkt und derart rein ist, dass man ihn in seinen ‘Einzelteilen’ schmecken kann.

Winzer/Weingut: Castello di Ama, Gaiole in Chianti, Siena, Italien.

Lage/Herkunft: Die Trauben stammen zur Gänze aus dem Weinberg Montebuoni der ausschliesslich für dien Haiku angelegt wurde.

Haiku 2009 Flasche/Etikett: Ein überaus edel wirkendes, turmhohes Stück Papier klebt auf der Flasche. Reines weiss mit einer silbernen Bordüre oben, in welcher der italienische Condottiere Guidoriccio da Fogliano hoch zu Ross seines Weges reitet. Im weissen Teil der Jahrgang und haiku in schwarz und darunter in zartem grau die Wappen des Castello di Ama. Der Flaschenhals mit einer strahlen weissen Manschette eingefassst und an der Krümmung das Wappen und Ama aufgeprägt. Es ist eine jener Flaschenbeklebungen die man getrost als ‘typisch italienisch’ im positiven Sinn bezeichnen kann. Edel, elegant und stilsicher bis auf den letzten Punkt. Am Rückenetikett liest man über die Philosophie die hinter diesem Wein steht sowie eine lange Erklärung über die Bedeutung von Haiku und was man mit diesem Wein vermitteln möchte. Am Ende der Rebsortenspiegel. Bevor der Haiku in die Gläser kommt, darf er eine Stunde Sauerstoff aufnehmen.

Im Glas: In dunklem rubinrot steht der Haiku im Glas, ist dicht, fast schwarz im Kern. Ganz feine aufhellende Ränder stehen dem entgegen.

1. September 2013 | 0 Kommentare ...alles

Castello di Ama 2009 Riserva DOCG

Braucht weder Bast noch Bauch.

Kein sauer oder mager wirkendes Chianti-Feeling, hier steht was richtig Erwachsenes im Glas und fühlt sich auch erwachsen an.

Winzer/Weingut: Castello di Ama, Gaiole in Chianti, Siena, Italien.

Lage/Herkunft: Von den hoch gelegenen Lagen auf einer Höhe von 390 bis 530 Meter mit ziemlich steinigen Lehm- und Sandsteinböden.

Castello di Ama Riserva 2009 Flasche/Etikett: Im genau gleichen Design wie jenes des Ama 2010 ist das Etikett des Castello di Ama Riserva gehalten. Oben wieder der italienische Condottiere Guidoriccio da Fogliano, jener der für die Republik Siena in den Krieg zog, hoch zu Ross in seiner Rüstung. In silber in den breiten braunen Teil des Etiketts gedruckt. Darunter wie gewohnt der Name des Weines und Riserva in rot gehalten. Unterhalb die beiden Schilder des Castellos und alles was man sonst noch wissen soll und muss. Auch auf dieser Flasche gibt es kein Rückenetikett. Was gesagt werden will und soll steht vorne drauf, der Rest ist in der Flasche.

Vom Ama haben wir gelernt, dass es ihm gut ansteht wenn er länger als eine Stunde atmen darf und sich am besten leicht gekühlt in seiner Pracht zeigt. Deshalb kommt nun die Riserva für 90 Minuten in die schmale Karaffe und wird dann bei 16º in aller ‘Frische’ angetrunken.

Im Glas: Kraftvolles Rubinrot leuchtet aus dem Glas heraus. Klar im Kern und zum Rand hin schwarz und völlig dicht werdend.

20. Juli 2013 | 0 Kommentare ...alles

Ama 2010 Chianti Classico DOCG

Gerbstoffreiches Fruchtspektakel.

Kein Chianti den man einfach aufmacht und verputzt. Dieser hier will ‘respektiert’ und entsprechend vorbereitet werden.

Winzer/Weingut: Castello di Ama, Gaiole/Chianti, Siena, Italien.

Lage/Herkunft: Von den Einzellagen Bellavista, Casuccia, San Lorenzo, Bertinga und Montebuini.

Ama 2010 Flasche/Etikett: Irgendwie erkennt man italienisches Etikettendesign immer auf den ersten Blick. Vorausgesetzt es ist ein ‘klassisches’. In diesem Fall klebt so ein klassisch gestaltetes Stück Papier auf der schlanken Flasche des Amas. In créme gehalten und mit dem stolzen Reiter hoch zu Ross in der dunkelbraunen Bordüre oberhalb. Bei diesem Reiter handelt es sich um Guidoriccio da Fogliano, einen italienischen Condottiere, der in seiner Zeit als er für die Republik Siena in den Krieg zog, für die erfolgreiche Belagerung von Montemassi verantwortlich war. Soviel zum geschichtlichen Hintergrund. In der Mitte wieder in Kapitalen AMA 2010 und drunter wieder die beiden Schilder des Castellos. Auf ein Rückenetikett wird verzichtet und deshalb steht der Rest der sonst noch wichtig und vorgeschrieben ist auch auf dieser Flasche wie gehabt am unteren Ende des Etiketts.

Damit sich der Chianti Classico auf seinen grossen Auftritt vorbereiten kann, darf er für eine Stunde in der Karaffe seine Kreise ziehen und Wiener Sauerstoff aufnehmen.

Im Glas:In strahlendem rubinrot steht der Ama im Glas. Leuchtend, klar und einen fetten Film an der Glaswand hinterlassend.

19. Juli 2013 | 0 Kommentare ...alles