Stichwort: Riesling

Magic Mountain 2013 Riesling

Saftig, rauchig, ausdrucksstark.

Komplex, dicht und dunkel. Mit reichlich Frucht, die aber niemals wirklich fruchtig wird.

Winzer/Weingut: Weingut Leitz, Rüdesheim, Rheingau, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von den besten Lagen des Weinguts rund um Rüdesheim.

Leitz Magic Mountain 2013 Flasche/Etikett: Insgesamt drei Etiketten kleben auf der dunklen Schlegelflasche. Auf dem obersten in weiss gehaltenen steht nur LEITZ Weingut in schwarz und Magic Mountain® in silber. Das mittlere Etikett zeigt auf grauem Untergund ein reduziertes Bild von Weinbergen und die hervorgehobenen silbernen Linien stellen scheinbar jene Lagen dar von denen der Magic Mountain stammt. Am Rand die Silhoutte einer Burgruine. Ganz unten noch ein schmaler blauer Steifen auf dem in weiss Rüdesheimer Riesling aufgedruckt ist. Am einteiligen, farblich ident gestalteten Rückenetikett dann alle Information die den Wein betreffen. Leichte 12,5% lassen das Weinherz schon vor dem Öffnen höher schlagen. Verschlossen ist die Flasche mit einer graublauen Halsmanschette mit dem aufgedruckten Logo des VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter), dessen Mitglied das Weingut ist. Am Kopf das L für Leitz. Ohne weiteres Zuwarten wird der Wein von seinem Kork befreit und in das Glas verfrachtet.

Im Glas: In hellem gelb mit deutlichen grünen Reflexen steht der Magic Mountain im Glas.

5. April 2015 | 0 Kommentare ...alles

Riesling Seehof Anno 1811 Westhofen 2013

Wie Zucker richtig Spass macht.

Wenn Süsse herb und Saft stoffig ist, dann macht Zucker richtig Spass.

Winzer/Weingut: Seehof-Westhofen, Westhofen, Rheinhessen, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von den besten Steingrube- und Morsteinpartien.

Seehof Anno 1811 Flasche/Etikett: Auf der dunkelbraunen Schlegelflasche klebt ein reinweisses Etikett mit einer auf den ersten Blick abstrakten Grafik die an eine Bordüre erinnert. Erst nach einiger Betrachtung und Gewöhnung durch das Auge stellt sich heraus, dass es sich dabei um den Namen Seehof handelt, welcher oben und unten in einer Blur ähnlichen Schrift angeschnitten aufgedruckt ist. Oberhalb, wie schon die ‘Grafik’ in bronze ist ein Pferd über dem Namen SEEHOF angebracht und unten in schwarz steht Riesling ANNO 1811 Westhofen 2013 drauf. Am rechten äusseren Rand des in einem Stück gedruckten Etiketts noch einmal Riesling Westhofen 2013 sowie alle nötigen Angaben die unbedingt vorhanden sein müssen. Mit 12,5% sollte der ‘Kometenwein’, so bezeichnete man diesen Jahrgang damals, ein ebenso kometenhaftes wie auch leichtes Trinkvergnügen werden. Eingefasst ist die Flasche von einer bronzenen Halsmanschette mit dem Aufdruck Seehof drauf und einem Drehverschluss, von dem sie jetzt befreit wird.

Im Glas: In leuchtendem strohgelb dreht der Anno 1811 seine Runden im Glas.

31. März 2015 | 0 Kommentare ...alles

Riesling Zöbing 2013

Nix zum Denken, nur zum Trinken.

Kernig, knackig, frisch und bissig. Ein Riesling dem einfach nur ein Wiener Schnitzel zur absoluten Perfektion fehlt.

Winzer/Weingut: Weingut Hirsch, Kammern/Langenlois, Österreich.

Lage/Herkunft: Von durchschnittlich 15 Jahre jungen Reben von diversen Terrassenweingärten rund um Zöbing.

Hirsch Riesling Zoebing 2013 Flasche/Etikett: Dunkelbraun ist die Schlegelflasche und wie auf allen Lagenweinen von Johannes Hirsch klebt auch auf dieser ein ziemlich düster wirkendes Etikett. Die eine Hälfte in schwarz, die andere in einem dunklen Messington. Im schwarzen Teil in gold Zöbing Riesling Kamptal, sowie der Jahrgang und das Logo der Traditionsweingüter Österreichs. Im messingfarbigen Teil ganz unten HIRSCH mit einem auf den Kopf gestellten H, auf welchem ein – erraten – Hirsch darauf steht. Auf der Seite dann noch Kamptal DAC und leichte 12% vol. Am kleinen weissen Rückenetikett das Namenslogo mit dem Hirsch ganz oben und darunter ein paar Informationen über die Lage sowie die Charakteristik der Rieslinge die von diesen Böden stammen. Zusätzlich noch das Logo der Winzervereinigung respekt, dessen Mitglied Johannes Hirsch auch ist und das europäische Bio-Siegel. Ohne weiteres warten wird die Flasche von ihrem Drehverschluss befreit und der Wein zur Verkostung ausgeschenkt.

Im Glas: In frischem gelbgrün funkelt der Riesling Zöbing aus dem Glas heraus.

18. März 2015 | 0 Kommentare ...alles

Riesling ‘Setzer-Göcklingen’ 2013

Alles, nur kein Weichei.

Frucht ist gut, doch die Mineralik gibt den Ton an. Saftiger, süffiger und vor allem kerniger Riesling.

Winzer/Weingut: Sven Leiner, Ilbesheim/Pfalz, Deutschland.

Lage/Herkunft: Vom Setzer-Berg, der gegenüber der Kleinen Kalmit auf der Westseite Richtung Pfälzer Wald liegt.

Riesling Setzer-Göcklingen 2013 Flasche/Etikett: Moderner ist das Design der Ortswein-Etiketten geworden, etwas eleganter. Das neue Logo auf dem strahlend weissen Stück Papier zeigt nunmehr nur den Namen LEINER mit einem Nützling der als I im Namen fungiert. Gleich geblieben sind die drei feinen Linien in welche Riesling gross und links und rechts 2013 und trocken kleiner eingebunden sind. Unterhalb in einer alten Schreibmaschinen-Typo setzer-göcklingen in gold. Den grössten Unterschied macht die Darstellung des, wie Sven Leiner seine Nützlinge bezeichnet, ‘Weinberg-Mitarbeiters’ aus. Die Ichneumonida, dem Laien besser als Schlupfwespe bekannt. Ganz gross in gold nimmt sie den grössten Raum am weissen Etikett ein. Ganz aussen rechts am einteiligen Etikett liest man, dass SETZER ein ‘Phantasiename’ ist, sowie alles über diese Lage, deren Böden, die Geschichte und auch über An- und Ausbau. Das Demeter-Logo zeugt für die biodynamische Bewirtschaftung. Zur kurzen Luftaufnahme kommt der Setzer-Göcklingen in die Karaffe.

Im Glas: Dichtes, intensives Goldgelb steht im Glas und zeigt sogar zarte orange Töne.

16. März 2015 | 0 Kommentare ...alles

Riesling 2013 Handwerk

Knackiger Zechwein für jeden Tag.

Süffig, saftig, würzig und supertrinkig ist dieser Alltagstropfen und für 7 Euro 50 ab Hof fast schon unanständig günstig.

Winzer/Weingut: Sven Leiner, Ilbesheim/Pfalz, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von Lagen mit kalkigen Böden rund um Ilbesheim.

Riesling Handwerk 2013 Flasche/Etikett: Auf den ersten Blick hat sich am Design der Etiketten aus der Linie Handwerk nicht wirklich etwas verändert. Erst auf den zweiten Blick stellt man kleine Modifikationen fest. Wie gewohnt dominiert die Farbe Orange am weissen Hintergrund, zeigt wahllos Fingerabdrücke und auch der “Mitarbeiter”, wie Sven Leiner seine Nützlinge bezeichnet, ist in knalligem orange abgebildet. In diesem Fall eine Ichneumonidae, dem Botaniker auch als Schlupfwespe bekannt. Über drei zarten, durchgängigen Linien steht gross Riesling und unterhalb in einer alten Schreibmaschinen-Schrift - handwerk - in Kleinbuchstaben. Nur das Logo oben am Etikett hat sich verändert. Es wurde reduziert und in moderner Typo gestaltet. Das I im Namen LEINER stellt ein Insekt dar und unterhalb steht Ilbesheim, Pfalz. Am rechten äusseren Rand des in einem Stück gedruckten Etiketts erfährt man ausführlich alles über das Wesen und die Bedeutung der Schlupfwespe. Weiters ist das demeter-Siegel angebracht und das europäische BIO-Gütesiegel. Eine halbe Stunde darf der Riesling ‘Handwerk’ in der Karaffe Luft aufnehmen.

Im Glas: Goldgelb steht der Riesling Handwerk im Glas und leuchtet mit sich selbst um die Wette.

23. Februar 2015 | 0 Kommentare ...alles

Gondorfer Gäns 2010 Alte Reben

Orkan von Aromen.

Fruchtig, salzig, mineralisch, würzig, rauchig; alles auf einmal. Ein Wein der Luft und Zeit braucht um dann im Mund zu explodieren.

Winzer/Weingut: Lubentiushof, Niederfell an der Mosel, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von der steilen Schiefer-Terrassenlage Gäns über der Mosel.

Gaens Alte Reben Flasche/Etikett: Das schmale und hohe Etikett das auf der grünen Flasche klebt sieht auf den ersten Blick relativ unscheinbar aus. Oben steht in goldener Schrift LUBENTIUSHOF und in der Mitte, auf einem Gewusel von feinen blauen Linien, ist GÄNS ALTE REBEN 2010 eingedruckt. Erst beim zweiten hinschauen erkennt man, dass es sich bei den Linien und eine geologische Karte handelt, welche in diesem Fall die Lagen Gäns und Niederfell, wie hier klar erkennbar, zeigt. Getrennt durch zwei goldene Linien, welche die Mosel und ihren Verlauf durch das Gebiet darstellen. Unten steht noch Riesling drauf und damit hat es sich auch schon. Am kleiner gehaltenen Rückenetikett erfährt man wieder alles was sonst noch von Wichtigkeit ist. Vor allem die vollständige Bezeichnung der Lage, Gondorfer Gäns, für alle die mit der GÄNS am vorderen Etikett nicht allzu viel anfangen können. Eingefasst ist die Flasche mit einer silbernen Halsmanschatte was für zusätzliche Eleganz sorgt. Für eine halbe Stunde wandert auch der Gäns in die Karaffe um ein wenig durchzuatmen. Angetrunken wird er aber, wie schon der SPONTAN, direkt nach dem Öffnen.

Im Glas: Gold in flüssiger Form scheint im Glas zu stehen. 999er Legierung, rein und edel. Zarter grüner Schimmer leuchtet mit.

1. Februar 2015 | 0 Kommentare ...alles

SPONTAN 2013 Riesling

Riesling mit Geländereifen.

Mit einem Trinkfluss der höchsten “Gefahrenklasse” und dank lächerlichen 11 Umdrehungen, ist eine Flasche schneller leer als einem lieb ist.

Winzer/Weingut: Lubentiushof, Niederfell an der Mosel, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von steilen Terrassen auf schroffem Schieferboden aus Niederfell an der Mosel.

Spontan Flasche/Etikett: Schon das Etikett das auf der grünen Schlegelflasche klebt ist erfrischend anders. Kein übliches Design, vielmehr flott, modern, grafisch einem Artikel eines Magazins ähnelnd. So mit Headline, Vorspann, Textbereich und allem was ein keckes Layout ausmacht. Ganz gross in schwarzen Kapitalen SPONTAN und unten drunter in hellblau LANGSAM & WILD. Danach folgt eine Kurzbeschreibung und im linken Teil des Etiketts wird man gefragt, wann man das letzte Mal spontan war. 4 Antworten sind möglich. Ganz gross ganz unten TRINKTEMPERATUR 9ºC, grafisch auf die beste Weise gelöst, die ich bis heute auf Weinetiketten gesehen habe. EAN- und QR-Code runden das hervorragende Design gekonnt ab. Am rechten, schwarzen Teil des in einem Stück gehaltenen Etiketts die restlichen erforderlichen Informationen über Wein und Weingut. Insgesamt eines der ansprechendsten Designs der letzten Jahre. Da ich spontan vergorene Weine immer karaffiere, entscheide ich mich auch beim SPONTAN spontan dazu und fülle ihn für 30 Minuten in den kleinen Eimer um.

Im Glas: Blasses Gelb mit einem deutlichen Grünschimmer dreht seine Runden im Glas.

18. Januar 2015 | 0 Kommentare ...alles