Stichwort: Pinot Noir

Brauneberger Mandelgraben 2009 Pinot Noir

Wie ein richtiger Burgunder.

Spätburgunder von der Mosel? Warum nicht? Aber bitte nur wenn er so ist wie dieser Vertreter seiner Gattung.

Winzer/Weingut: Markus Molitor, Bernkastel-Wehlen/Mosel, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von der Lage Brauneberger Mandelgrabeen, einer Hanglage mit Schieferböden, Quarzit und Kies.

Molitor Brauneberger Mandelgraben Pinot Noir 2009 Flasche/Etikett: Ein richtig dickes Ding ist die Flasche, breit und schwer. Darauf klebt ein grosses weisses Etikett, das herrlich brav wirkt. Ganz oben ist eine Illustration eines Gebäudes sichtbar und unterhalb steht MARKUS MOLITOR mit einer feinen goldenen Linie unterstrichen. In der Mitte schlicht und einfach 2009 Brauneberger Mandelgraben* (wofür der Stern hinter der Lage steht ist nicht ersichtbar). Ganz unten in weinrot Pinot Noir, ebenfalls durch eine goldene Linie abgetrennt und unterhalb noch Mosel. Fertig ist das einfache Etikett das auf jeden Schnörkel verzichtet. Am hinteren Stück Papier der Hinweis in deutsch und englisch, dass dieser Wein berühmten Schiefer-Steillagen an der Mosel entstammt. Der Rest an Information ist Pflichtprogramm und die 14 PS kündigen einen Wein mit Kraft unter der Haube an. Damit sich der Braunerberger Mandelgraben etwas akklimatisieren kann, darf er sich für eine Stunde mit sich selbst in der grossen Karaffe unterhalten. Danach kommt er in den frisch polierten Becher.

Im Glas: Kräftiges kirschrot dreht im Becher seine Kreise. Sehr transparent ist die Erscheinung des Brauneberger Mandelgrabens.

31. Mai 2015 | 0 Kommentare ...alles

Ménage à Trois 2013 Pinot Noir

Wein mit zwei Persönlichkeiten.

Kein Sprinter, sondern Dauerläufer. Ein sehr roter und sehr herber Spätburgunder, der am besten leicht gekühlt den grössten Spass macht.

Winzer/Weingut: Enderle & Moll, Münchweier, Baden, Deutschland.

Lage/Herkunft: Eine Auswahl der besten Trauben aus drei verschiedenen Lagen (2x Buntsandstein und 1x Muschelkalk).

Menage a Trois Flasche/Etikett: Spärlich wie gewohnt gesaltet ist das Etikett das auch diese Flasche ziert. Angestaubt wirkt es, mehr französisch als deutsch was die Optik angeht. Gut, Frankreich ist ja auch nicht allzu weit entfernt. Oben ist wie gewohnt das Stadtwappen von Münchweier aufgedruckt und unterhalb steht einfach Ménage à Trois in klassischer geschwungener Schrift. Unterhalb in rot 2013 und darunter Enderle & Moll wieder in Schreibschrift. Eingefasst in einen Rahmen aus zwei feinen Linien und fertig ist das Teil das Weinbeklebung heisst. Am kleinen Rückenetikett das Nötigste wie LANDWEIN OBERRHEIN und unterhalb eine Erklärung dazu was es mit dem Namen auf sich hat. Fröhlich leichte 12,5% kündigen wieder ein frisches wie auch leichtes Trinkvergnügen an. Da die Weine von Enderle & Moll für Luft in ausreichender Menge immer äusserst dankbar sind (ich kenne ja bereits so gut wie alle aus deren Sortiment), darf auch der Ménage à Trois für eine Stunde ein paar Runden in der grossen Karaffe drehen bevor er sich im Glas gross aufspielen darf.

Im Glas: Fast schon kitschig wie dunkelrotes Himbeerwasser leuchtet der Ménage à Trois im Glas vor sich hin. Transparent und klar wie ein Gebirgsbach.

30. Mai 2015 | 0 Kommentare ...alles

Blanc de Blancs Premier Cru

Wenn es leise auf der Zunge zischt.

Kein Sprudel für Gucci-Imitat-TrägerInnen, das ist Schampus für Leute die wissen wie richtiger Champagner geht.

Winzer/Weingut: Fourny & Fils, Vertus, Champagne-Ardenne, Frankreich.

Lage/Herkunft: Von 40 Jahre alten Reben die auf mit Braunerde überzogenen kalkigen Böden stehen.

Blanc de Blancs Brut Flasche/Etikett: In Form eines Schildes klebt das in seidenmattem hellbeige gehaltene Etikett auf der grünen Flasche. Ganz oben prangt in gold das Familienwappen der Fournys mit einem grossen F auf weissem Untergrund, eingerahmt ist alles von einer feinen goldenen Linie. In weiss darunter in geschwungener Schrift Blanc de Blancs. In der Mitte des edlen Stück Papiers in gold ganz gross VVE FOURNY & FILS a Vertus. Darunter steht in weiss Brut und Premier Cru. Ein paar allgemeine Informationen in gold vervollständigen das edle wie auch elegante Etikett. Das komplett in gold gehaltene Rückenetikett informiert ähnlich einem Datenblatt mit allen wesentlichen Informationen zu diesem Champagner. Man erfährt alles über Herkunft, Böden, Zusammensetzung, Ausbau und auch die Dosage. Besser kann man über Champagner nicht informieren. Eingefasst ist die Flasche von einer schwarzen Halsmanschette mit einem Goldaufdruck. Und jetzt wird’s Zeit dem Frühstück die flüssige Variante von Glückseligkeit zuzuführen. Sonst wird der Sprudel etwa gar noch warm, was natürlich überhaupt nicht geht.

Im Glas: Gelb wie reifes Stroh perlt der Blanc de Blancs mit feinsten Bläschen vor sich hin.

27. Mai 2015 | 0 Kommentare ...alles

Pinot Noir ‘Kestener Paulinsberg’ 2011

Ausgeburt an Mineralik.

Kein banales rotes Wässerchen, sondern ein richtig rüder Zeitgenosse, der mit laschen Muttersöhnchen gar nichts anzufangen weiss.

Winzer/Weingut: Günther Steinmetz, Brauneberg/Mosel, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

Lage/Herkunft: Von silbergrauem Schieferboden der Lage Kestener Paulinsberg.

Kestener Paulinsberg PN Flasche/Etikett: Naturweiss ist das grosse Etikett, fein gerippt wie Onkel Rudis Unterleibchen und leicht angestaubt im Design. Unterteilt ist es in zwei Bereiche, welche beide von jeweils einem feinen Rahmen eingefasst sind. Im rechten, grossen Teil ganz oben die Abbildung des Weingutgebäudes, darunter GÜNTHER STEINMETZ, mit einer feinen goldenen Linie vom Rest des Etiketts geteilt. 2011er Kestener Paulinsberg steht darunter und Pinot Noir unfiltriert ergänzt in feiner Typo. Im linken, kleineren Bereich des Etiketts steht alles was sonst noch angeführt sein muss. Deutscher Qualitätswein, Gutsabfüllung, Prüfnummer, etc. Die 14%vol. kündigen ein etwas kräftigeres Weinabenteuer an. Damit sich der Kestener Paulinsberg auf seinen grossen Auftritt vorbereiten kann, kommt er für eine Stunde zur Luftaufnahme in den Dekanter.

Im Glas: In relativ dunklem kirschrot steht der Kestener Paulinsberg im grossen Becher.

25. Mai 2015 | 0 Kommentare ...alles

Rosé vom Zweigelt & Pinot Noir 2013

Zisch – frisch – Keli Rosé.

Ein Leichtgewicht von dem man sich locker ein zweites und auch drittes Glas genehmigen kann, ohne gleich in den Siesta-Modus zu verfallen.

Winzer/Weingut: Fred Loimer, Langenlois/Niederösterreich, Österreich.

Lage/Herkunft: Von Urgesteinsböden mit Gneis, Braunerde und Löss aus dem Kamptal in Niederösterreich.

Loimer Rosé 2013 Flasche/Etikett: Gelb waren sie bis jetzt, manche auch grün und rot und orange, viele auch einfach weiss. Die Etiketten auf Fred Loimers Flaschen. Dieses hier ist perfekt dem Inhalt angepasst und leuchtet einem in rosarotestem rosarot entgegen. In der Mitte das bereits bestens bekannte polynesische Fruchtbarkeitssymbol (sagen Sie niemals Frosch zu dem Ding) in knallrot und drunter LOIMER in weiss. Am unteren Rand in weiss der Jahrgang 2013 und in rot Rosé vom Zweigelt & Pinot Noir. In weiss darunter Niederösterreich und fertig ist das bunte Teil auf der Burgunderflasche. Am Rückenetikett das ebenfalls in rosa gehalten ist noch alles Notwendige in weiss aufgedruckt und der Hinweis Wein aus der Umstellung auf biologische Landwirtschaft. Sommerlich entspannte 12% wecken die Vorfreude auf den rosaroten Luftbefeuchter. Ohne weiteres warten wird die Flasche deshalb von ihrem Glasverschluss befreit und ein Teil des Inhalt ins Glas verfrachtet.

Im Glas: Erdberrosa in welches man am liebsten auf der Stelle reinbeissen möchte leuchtet aus dem Glas heraus.

17. Mai 2015 | 0 Kommentare ...alles

Grande Réserve Brut Premier Cru

Hefe, Zitrusfrucht & weisse Blüten.

Traumhaft weich und lebendig sorgt der Sprudel mit viel Birne, Zitrusfrucht und Bäckereiaromen für mächtig Spass im Mund.

Winzer/Weingut: Fourny & Fils, Vertus, Champagne-Ardenne, Frankreich.

Lage/Herkunft: Von Reben die auf mit Braunerde überzogenen kalkigen Böden stehen.

Grande Reserve Flasche/Etikett: Schwarz wie die Nacht ist das kunstvoll in Form eines Schildes gehaltene Etikett das auf der grünen Flasche klebt. Ein feiner goldener Rahmen unterstreicht die Silhouette und ganz oben prangt in gold das Familienwappen der Fournys mit einem grossen F auf weissem Untergrund. In weiss darunter in geschwungener Schrift Champagne Grande Réserve. In der Mitte des schwarzen Stück Papiers in gold ganz gross VVE FOURNY & FILS a Vertus. Unten drunter wieder in weiss Brut und Premier Cru. Ein paar allgemeine Informationen in gold vervollständigen das edle Etikett. Interessant ist das komplett in gold gehaltene Rückenetikett, das ähnlich einem Datenblatt alle wesentlichen Informationen zu diesem Champagner bereits hält. Man erfährt alles über die Herkunft, die Böden, die Zusammensetzung, den Ausbau, die Dosage. Vorbildlich, besser kann man nicht informieren. Eingefasst ist die Flasche ebenfalls von einer schwarzen Halsmanschette mit Goldaufdruck. Und jetzt wird der Stoppel einfach raus befördert und der Schampus in das Glas verfrachtet.

Im Glas: Goldgelb funkelt die Grande Réserve aus dem Glas heraus. Ganz fein perlt es und in einem ebenso feinen Film setzen sich die Blasen an der Oberfläche fest.

1. Mai 2015 | 0 Kommentare ...alles

Pinot Noir ‘En Barberon’ 2013

Rücksichtsloser Egoist.

Ein Wein der um seiner selbst gemocht werden will, nicht weil er schön und angepasst ist und/oder vorgefertigte Erwartungen erfüllt.

Winzer/Weingut: Stèphane Tissot, Montigny-les-Arsures/Jura, Frankreich.

Lage/Herkunft: Von verschiedenen Parzellen mit Lehm- und Kalkmergelböden aus der Region Arbois.

PN En Barberon Flasche/Etikett: Der einzige Unterschied zum Etikett des Jahrgangs 2012 ist, dass auf diesem eben 2013 steht. Sonst ist alles deckungsgleich im typischen Tissot-Design gestaltet. In einer abgewandelten Form der Sachsenkeule ist auch dieser Wein abgefüllt. Das gelbliche Etikett zeigt im linken Teil in hellem Grau als transparentes Motiv eine alte Weinpresse. EN BARBERON steht in Grossbuchstaben ganz oben, von einem goldenen Balken unterstrichen. Darunter PINOT NOIR. Hochgestellt der Jahrgang 2013, welcher ebenfalls durch einen goldenen Balken abgegrenzt wird. Am unteren Rand Bénédicte & Stéphane Tissot und fertig ist das Etikett. Am Hals der Flasche wie gewohnt JURA hochgeprägt. Am Rückenetikett steht gross und fett in der Mitte Côtes du Jura und was sonst noch angeführt sein muss. In französisch ein paar Hinweise sowie, dass der Wein unfiltriert abgefüllt wurde. Die bereits erwähnten 11,5% vol. kündigen ein entsprechend leichtes Trinkerlebnis an. Für eine Stunde wandert der En Barberon in den Dekanter bevor er in den Burgunderkelch kommt.

Im Glas: Wie schon sein ‘Vorgänger’ steht auch der En Barberon 2013 sehr klar in hellem kirschrot im grossen Becher.

20. März 2015 | 0 Kommentare ...alles