Stichwort: Marco Porello

Barbera d’Alba Filatura 2016

Die pure Lebensfreude

Der Tropfen ist die reinste Spassmaschine, der totale Freudenspender. Ein Barbera, dem das Siegel “alltagstauglich” gebührt.

Winzer/Weingut: Marco Porello, Canale, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Vom Weinberg Filatura in Canale, mit Reben die auf steinigen und kalkigen Böden stehen.

Porello Filatura 2016 Allgemeines: It´s Barbera-Time. Wenig bis nichts geht an grauen, abgekühlten Sommertagen über einen schönen Barbera aus dem Piemont. Wenn er dann auch noch von Marco Porello kommt ist das umso erfreulicher. Macht der nämlich ausgesprochen frische, bereits jung sehr zugängliche Weine aus dieser eher reifebedürftigen Rebsorte. Der Wein der heute von ihm am Tisch der Wahrheit steht, ist der Barbera d´Alba Filatura 2016, dessen Trauben aus der besten Lage Canales kommen. 30 bis 50 Jahre alt sind die Rebstöcke die auf dem Hügel mit dem Namen Filatura stehen, was übrigens soviel wie “spinnen” heisst. Im Sinne von Spinnfäden, nicht von irre oder Ähnlichem. Marco Porello behauptet aber auch, dass das Wort im piemontesischen Dialekt auch für „Filetstück“ steht. Was angesichts des Weines so falsch auch wieder nicht sein kann, gehört der Filatura doch zum Besten, was Marco Porello an Barbera in die Flaschen zaubert. Ich hab den Kerl erstmal für eine halbe Stunde in die Karaffe umgefüllt und bin jetzt gespannt, was der Tropfen zu erzählen hat.

7. Juli 2018 | 0 Kommentare ...alles

Roero Arneis Camestri 2015 bianco

Einfaches und ehrliches Trinkvergnügen

Sehr schöner, vielschichtiger und ebenso eleganter Wein der dank seiner herben Aromatik äussert trinkanimierend ist.

Winzer/Weingut: Marco Porello, Canale, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Vom Weinberg Camestri in der Gemeinde Vezza d’Alba mit Reben die auf Kalk- und Sandböden stehen.

Camestri 2015 Allgemeines: Zurück im Piemont. Dort, wo man sonst Barolo oder Barbaresco besucht und dabei gerne vergisst, dass es da noch andere feine Orte neben diesen beiden Legenden gibt, nämlich Alba und dort wieder die Hügel rund um Guarene und Canale. Genau dort ist das Weingut Porello, welches Marco Porello seit 1994 in dritter Generation führt, zuhause. Dort pflanzt er Nebbiolo, Barbera und auch die sehr alte autochthone Rebsorte des Piemont, Arneis, an. Frei übersetzt heisst Arneis in etwa soviel wie “die kleine Schwierige”, und obwohl sie so genannt wird, hat man sich mit ihr schon im 15. Jahrhundert unter den Bezeichnungen Renesium und Ornesio “auseinandergesetzt”. Der Wein der von Marco Porello heute am Tisch der Wahrheit steht ist sein Roero Arneis “Camestri” 2015, der von kalkhaltigen und sandigen Böden stammt und bis zu seiner Abfüllung im Stahltank auf der Hefe lag. Camestri heisst übrigens der Weinberg in dem die Rebstöcke für diesen Wein stehen und der liegt in der Gemeinde Vezza d’Alba. Jetzt aber kommt der Roero Arneis, von dem übrigens viel zu wenig bei uns getrunken wird, ins Glas und ich bin gespannt ob er an meine bisherigen durchaus positiven Arneiserfahrungen anschliessen kann.

17. Juli 2016 | 0 Kommentare ...alles