Archiv für April, 2014

Schaller vom See SECCO rosé 2013

Sommersprudel mit einem Tick von ‘restsüss’.

Rosaroter Secco, der einen bei heissen Aussentemperaturen zur umgehenden Vernichtung zwingt.

Winzer/Weingut: Weingut Schaller vom See, Podersdorf/Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von den Rieden Weißlackenacker und Hallebühl in Frauenkirchen am Neusiedlersee im Burgenland.

Rosé Secco Flasche/Etikett: Fred ist wieder da! Und wieder hat er Ginger nicht dabei. Es scheint als hätten sich die beiden endgültig getrennt. Nein, nicht zu Besuch ist er, der Fred, er ziert nur wieder das reinweisse Etikett der Serie von ultraleichten Weinen. Gezackt wie üblich steht oben SCHALLER VOM SEE in Grossbuchstaben und darunter tanzt Fred Astaire beschwingt wie in besten Tagen durch die Szene. In der Hand statt Ginger wieder nur ein Schilfrohr, das er wie es scheint im Neusiedlersee gefunden hat. Rosé steht neben ihm und unterhalb in Grossbuchstaben SECCO. Aus der klaren Flasche schimmert es schon sehr schön rosarot. Auch dieses Etikett ist in einem Stück gehalten und auf der Seite steht wie üblich alles über den Wein, ein paar sensorische Informationen und auch ein wenig über die Herstellung und die Philosophie der Schallers. Der rosa Sprudel ist auf Idealtemperatur (6º) und wird deshalb ohne weiter Umwege einfach von seinem Schraubverschluss befreit und eingeschenkt.

Im Glas: Blassrosa sprudelt der Secco rosé im Glas. Wie gespritzter Erdbeersaft. Mit einem leichten Schimmer ins lachsfarbige.

30. April 2014 | 0 Kommentare ...alles

‘Riecine’ Chianti Classico 2011 DOCG

Charakterkopf mit Suchtpotential.

Kein Chianti den man einfach so ‘verputzt’. Er ein ist Individualist, komplex, hat Persönlichkeit und jede Menge Charakter, den er eindrucksvoll präsentiert.

Winzer/Weingut: Riecine, Gaiole, Chianti, Italien.

Lage/Herkunft: Von Kalkmergelböden des Weinguts in Gaiole in Chianti.

Riecine Chianti Flasche/Etikett: Ein turmhohes weisses Etikett das fast die gesamte Höhe der Flasche einnimmt ziert das dunkle Gebinde. Zu oberst das Logo von Riecine, drei Bäume in weinrot und unterhalb in Grossbuchstaben der Name. Die Mitte nimmt ein Text ein auf dem ein wenig über den Gründer des Weinguts sowie dessen Anspruch und Bedeutung in Chianti erklärt. Im Hintergrund ganz zart das Weingut aufgedruckt. Unterhalb der Jahrgang mittig eingedruckt und ganz am unteren Rand Chianti Classico in geschwungener Schreibschrift. Ein sehr klassisch wirkendes Design, nichts Verspieltes, klar und elegant. Auf der weinroten Halsmanschette das offizielle Siegel angebracht als Nachweis dafür, dass es sich um einen Chianti Classico DOCG handelt. Am kleinen weissen Rückenetikett dann noch ein paar allgemeine Informationen. Und weil der Tropfen noch ein Jungspund ist darf er sich für eine halbe Stunde seine Aussenwelt aus dem Inneren der grossen Weinkaraffe ansehen.

Im Glas: Beeindruckend transparent dreht der Riecine in leuchtendem Granatrot seine Kreise im Glas.

27. April 2014 | 0 Kommentare ...alles

Atanasius 2010

Frisch-fröhliches Trinkvergnügen.

Rank und schlank und luftig locker ist der Tropfen der ideale Sommerrotwein, der sogar bei 40º im Schatten grossen Spass macht.

Winzer/Weingut: Gut Oggau, Weingut Tscheppe-Eselböck, Oggau, Burgenland, Österreich.

Lage/Herkunft: Von Parzellen, die in der Umgebung von Oggau und Purbach am Neusiedlersee liegen.

Gut Oggau Anastasius rot Flasche/Etikett: Nicht das Bildnis des Dorian Gray ziert das hohe, in gedecktem weiss gehaltene Etikett, sondern jenes von Atanasius. Unter seinem Bild nur GUT OGGAU und ATANASIUS sowie der Jahrgang. Wie seine Schwester Theodora ist er “von typisch burgenländischer Leichtigkeit und offener Herzlichkeit, ein attraktiver, aber trotzdem nicht oberflächlicher junger Mann. Obwohl über die Maßen beliebt, hat er versteckte Qualitäten, die ihn erst recht interessant machen. Sein großer Traum: Eines Tages ein umjubelter Weltstar zu werden.” So steht es in der Beschreibung und am Rückenetikett erfährt der Weinfreund dann noch reichlich mehr über Atanasius. In toller, etwas geperrter grosser Typo oben in drei Zeilen Weingut, Name und Jahrgang und darunter ausschliesslich in Grossbuchstaben umfassende sensorische Notizen sowie eine Speisenempfehlung. Bescheidene 12% vol. erhöhen die Vorfreude auf Atanasius, der für einige Minuten in der Karaffe ein paar Runden drehen darf.

Im Glas: Glasklar und transparent wie dunkelroter Kirschensaft steht der Wein im Glas und deutet mit seiner Erscheinung ein leichtes Trinkvergnügen an.

26. April 2014 | 0 Kommentare ...alles

‘Ravazzol’ 2009 Valpolicella Classico Superiore

Ein Fall für den Jungbauern-Kalender.

Jung, spritzig, knackig und lebendig. Nichts dickes oder weichgespültes, sondern urig-nackter Trinkspass. Pur und unverfälscht.

Winzer/Weingut: Cá La Bionda, Valgatara di Marano, Veneto, Italien.

Lage/Herkunft: Von 30 bis 50 Jahre alten Corvina-Reben auf steilen kargen Kalk- und Lössterrassen.

Valpolicella Ca la Bionda Flasche/Etikett: Ein relativ klassisch wie auch elegant wirkendes Etikett klebt auf der Bordeauxflasche des berühmten Valpolicellas. Crémefarbig ist der Untergrund, ganz oben steht in Kapitalen CÁ LA BIONDA, unterhalb der Jahrgang und in der Mitte weist Vigneti di Ravazzol, Valpolicella Classico Superiore auf die Herkunft des Inhalts hin. Unterhalb ein grosser scharlachroter Buchstabe B. Nicht der ‘bekannte’ aus dem Mittelalter, sondern jener welcher für BIONDA steht. Das ganze Etikett ist von einem grauen Rand eingefasst. Insgesamt ein einfaches Stück Papier das kein grosses Aufsehen um sich macht. Eine rote Halsmanschette komplettiert das elegante Erscheinungsbild. Am kleinen Rückenetikett erfährt der Weinfreund in englisch und italienisch einiges über den Weinberg auf dem der Wein wächst, die Gegend und die Herstellung. Sehr informativ für alle, die gern ein wenig mehr erfahren wollen bevor sie die Flasche öffnen. Für eine halbe Stunde darf der Ravazzol ein wenig Wiener Frischluft schnuppern bevor er zur Verkostung in die polierten Gläser kommt.

Im Glas: Relativ transparent steht der Ravazzol in hellem Rubinrot im Glas. Fast geht er sogar ein wenig ins Bräunliche zum Rand hin.

25. April 2014 | 0 Kommentare ...alles

‘Bric Trifüla’ 2010 Dolcetto d´Asti

Subtile Rasse & grandioser Trinkfluss.

Dolcetto zum Verlieben. Hinterlässt so gut wie keine Spuren und sorgt dafür, dass man augenblicklich das nächste Maul voll davon haben will.

Winzer/Weingut: Cascina Luisin, Barbaresco, Piemont, Italien.

Lage/Herkunft: Von Kalkmergelböden aus der Umgebung von Barbaresco.

Dolcetto Brico Trifüla Flasche/Etikett: Auf der dunkelbraunen Flasche, auf welcher am Flaschenhals ALBEISA aufgeprägt ist, klebt ein leicht angegilbtes Etikett. Albeisa heisst die spezielle Flaschenform die aus dem 18. Jahrhundert stammt und Bezug auf die Gegend Alba nimmt. In diese Flaschen dürfen nur Weine von den Langhe- und Roero-Hügeln mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung abgefüllt werden. DOLCETTO D´ALBA ist in Grossbuchstaben und in schwarz im oberen Teil aufgedruckt. Über und unter der Rebsorte und der Herkunftsbezeichnung steht in geschwungener goldgeprägter Schrift Bric Trifüla, der Name des Weins und Cascina Luisin, der Name der Azienda. Im unteren Teil zeigt sich ein auf einem sanften Hügel liegendes Dorf in Form einer in grau gehalten Strichzeichnung. Ein Rückenetikett fehlt und somit gibt es nichts was man mehr über diesen Wein erfahren könnte. Bevor der Bric Trifüla angetrunken wird, kommt er für eine Stunde in die Karaffe um sich mit der Umgebungsluft anzufreunden.

Im Glas: In dunklem karminrot präsentiert sich der Bric Trifüla mit einem fast schwarzen Rand im Glas.

24. April 2014 | 0 Kommentare ...alles

Cuvée XVII Cidre KYSTIN

Extravagantes Gesamtkunstwerk.

Ein Cidre, den man erlebt haben muss, weil allein die Vorstellung nicht ausreicht um diesen ‘Schaumwein’ sinnlich zu erfassen.

Winzer/Weingut: Sasha Crommar, Kystin, Vannes/Bretagne, Frankreich.

Lage/Herkunft: Von vulkanischen Basaltböden.

Cuvée XVII Flasche/Etikett: Schon das Gebinde ist ein echter Hingucker. Cidre in der Champagnerflasche. Gibt was her. Das kleine schwarze Etikett lässt die dunkle Flasche noch mystischer erscheinen und sogar die Farbe der Schrift ist den Kastanien die in dem Cidre enthalten sind angepasst. Oben in Grossbuchstaben CUVÉE XVII und in der Mitte riesengross ein K, welches gleichzeitig die Zahl 17 darstellt. Etwas keltisch beeinflusst um auch auf die Abstammung hinzuweisen. Darunter in weiss KYSTIN und ganz unten derart klein der Rest, dass man ein Vergrösserungsglas braucht um alles zu entziffern.

Die Initiale K ist hochgeprägt und partiell lackiert, was das Gesamtbild nur noch edler macht. Eine schwarze Halsmanschette mit kastaniengoldbraunem Schriftzug KYSTIN rundet das Erscheinungsbild perfekt ab. Farblich fühlt man sich in den Herbst versetzt, weshalb auch die entsprechende Deko für die Präsentation verwendet wurde. Jetzt wird der Cidre aufgemacht und eingegossen.

Im Glas: In funkelndem Goldbraun perlt die Cuvée XVII im Glas vor sich hin. Die Farbe leuchtet und erinnert an Bienenhonig.

21. April 2014 | 0 Kommentare ...alles

Gräfin 2011

Weinerlebnis ‘on the road less travelled’.

Referenz in einem Segment, das so kontrovers diskutiert wird, dass man meinen könnte es geht um die Einführung einer neuen Weltreligion.

Winzer/Weingut: Weingut Muster, Leutschach/Steiermark, Österreich.

Lage/Herkunft: Von den steinigen und kargen Opokböden der Lage Graf.

Gräfin Flasche/Etikett: Zum allerletzten Mal steht eine der unverwechselbaren Musterschen Flaschen auf dem Tisch und zum allerletzten Mal ist auch auf dieser das aus Beppo Pliems Serie ‘Horizonte’ stammende Etikett darauf. Wie üblich in braun, gelb und ocker, stellen diese erdigen Farben jene der Landschaft dar der dieser Wein entspringt. Selbstverständlich mit der typischen Carbon Type-Schrift des Weinnamens in rotbraun im linken unteren Teil und dem einem Brandzeichen gleichenden Logo des Weinguts rechts unten.

Am vanillegelben Rückenetikett erfährt der Weinfreund wieder alles was noch relevant sein könnte. Natürlich ist auch hier wieder das demeter-Siegel und eine empfohlene Trinktemperatur von 14º aufgedruckt. Damit sich die Gräfin für ihren aristokratischen Auftritt standesgemäss vorbereiten kann, darf sie sich dazu eine halbe Stunde in der grossen Karaffe auf Betriebstemperatur bringen.

Im Glas: Dem Namen höchste Ehre machend blinzelt die Gräfin in einem etwas trüben Orange aus dem Glas. Das kommt daher, dass der Wein unfiltriert ist und deshalb nicht wie polierter Chrom strahlen kann.

19. April 2014 | 0 Kommentare ...alles